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AW: Profis hinterfragen Schlägerkontrollen und Regeländerungen
Warum stehen denn jetzt alle Dichter am Tisch und rohren gegen was das Zeug hält?
Ganz einfach:
durch das klebeverbot und den großen Ball ist das Spiel genau soviel (wenig) langsamer und effetloser geworden, dass man jetzt nicht mehr effektiv aus der halbdistanz auf profilevel spielen kann.
Topspin vs. Topspin aus drei meter hinter dem Tisch geht Kau
noch, also versucht man am Tisch den Ball schnell zu machen.
Ergebnis ist ein Spiel welches, bis auf individuelle Ausnahmen immer gleich aussieht. Aufschlag/Rückschlag/erster Ball möglichst fest und vorne am Tisch. Macht man das Spiel noch lahmer und spinloser wird dies noch mehr zunehmen, da die einzige Chance direkt zu Punkten.
"gegendreher" aus dem Handgelenk weit hinter dem Tisch sind halt nicht mehr einfach und leicht zu spielen, daher versucht man es aggressiv vorne am Tisch.
Sieht man besonders schön bei Zhang Jike wie er Boll bei der WM regelrecht "weggeprügelt" hat. Soblad Boll hinten war hatte er null Chance, wobei der Chinese fast jeden Ball "dropkick" am Tisch volle Lotte durchzog.
ABER, liebe Herren der ittf:
genau das habt ihr doch gewollt und euch anscheinend das Tennis zum Vorbild genommen wo man in Wimbledon ebenfalls einen langsameren rasen und Ball einführte um den grundlinienspielern ne Chance zu geben, aber erreichte, dass das attraktive serve and volley Spiel faktisch ausgerottet wurde. Monotones prügeln von der Grundlinie ist jetzt das Motto der Zeit.
Also: lieber ein kurzer, knackiger Ballwechsel als lang und monoton...
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