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Alt 07.11.2003, 12:21
noreflex noreflex ist offline
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Cool Re: Definition eines Abwehrspielers

Hi,

(@kakerlake
Hast ja ganz schön bremsend gewirkt, mit deinem Beitrag. Schade. :confused: )

off topic:

Durch aktuelle Trainingserfahrungen und die Beiträge hier denke ich mehr über mein Spiel nach:

Ich würde mich als Abwehrer bezeichnen. Die anderen tun es wohl auch. Habe bisher überwiegend eine passive Meteor 1mm LN-Abwehr gespielt, VH US mit China-Belägen. Bei eigenem Aufschlag, auf Stopbälle oder bei zu defensiven Angreifern spiele ich gelegentlich eine Krawumm-Alles-oder-nichts-Vorhand als Topspin. Quelle meiner Punkte bisher: Fehler des Gegners beim Angriff sind häufiger, als durch eigene aggressive Schläge.

Mit diesem Spiel habe/hatte ich immer Probleme, wenn einer gut auf LN ziehen kann und wenn passive Spieler mich dort festhalten, bis sich ihnen eine Angriffschance bietet. Ich war dann nur Zuschauer ("Oh, was macht der denn jetzt mit mir?")

Seit kurzem experimentiere ich mit einem Allround-Holz, einem Meteor 1,5 mm 813 w (Angriff) und einer Palio YE 0X, die ich recht gefährlich empfinde.

Erfahrungen: Ich stehe jetzt viel näher am Tisch. Aufschläge in die LN flippe ich an oder Druckschupf oder US-Schupf. Aufschlag in die VH: Flip, extrem US oder Topspin. Toppis auf meinen Return blocke ich viel häufiger als zuvor und es ergeben sich dadurch viel mehr Chancen für VH-Topspin. Werde ich doch (mangels Reflexen) in die Abwehr gedrängt, kommen US-geladene flache Abwehrschläge aus der Halbsistanz, die schwer mehrfach anzuziehen sind. Wird der Gegner passiv (Stop oder Schupf), versuche ich mit zunehmenden Erfolg einen Topspin-Endschlag.

Urteil Gegner: diese allround-Verwirr-Block-Top-Kurzabwehr-Strategie läßt deutlich weniger Zeit für ein sicheres, durchdachtes und richtig gestelltes Angriffsspiel. Nur wenn ich so spiele, sei ich unberechenbar und tw. extrem gefährlich (weil so viele verschiedene extreme Spins in recht schneller Folge auf ihn einwirken).

Meine Sicht: Die Punkte kamen überwiegend durch angeflippte Aufschläge, gute Blocks und Toppis. Fehler des Gegners auf passive Schläge wie US-Abwehr oder Schupf waren weniger häufig die Punktquellen.

Zum Thema:

Ich zeige nach wie vor US-Abwehrschläge, aber meine Punkte hole ich nicht abwartend durch das Versagen/Verziehen des Angreifers, sondern überwiegend durch aktive eigene Aktionen: Aggressive Aufschlag-Returns, Block, Topspin, RH-Schuß (kaum hart, leider noch zu viele Fehler). Obwohl ich für Beobachter weiterhin "Abwehrer" (wegen der Fähigkeit der US-Abwehr) bleibe, hole ich mir jetzt heimlich und unbemerkt die Beute durch Angriff!

Insofern finde ich doch interessant, wie meine Gegenspieler sich vor dem Punktspiel auf ein Spiel gegen mich einstellen: Vermutlich hagelt es Tips, wie man gegen Langnoppis angreift und dass mein US nicht schlecht sei... Halt typisch "Abwehrer".

Gemäß meiner Versuchs-Def. (siehe Beiträge davor) bin ich das auch weiterhin.
Aber ob alle das gleiche meinen???

noreflex
(angreifender Abwehrer! )
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