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Alt 28.02.2012, 07:04
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klugscheisser klugscheisser ist offline
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AW: Mentale Aspekte und Vertrauensverhältnis Coach / Spieler im Profibereich

Ojeh, da gibt es unendlich viele Möglichkeiten.

Ein guter Coach (nicht unbedingt identisch mit dem Trainer) wird halt versuchen, die richtige "Funkfrequenz" und die passende "Modulationsart" zu finden. Dazu reicht es manchmal, einfach "da zu sein", damit der Spieler weiß: da draußen ist einer, der hält zu mir.
Andere wiederum brauchen klare Ansagen, weil sie im Spiel den richtigen Weg vor lauter Wettkampfstress nicht sehen. Einigen muss man Selbstvertrauen einimpfen, anderen die Überheblichkeit verjagen. Allein diese paar Stellschrauben bieten schon unendlich viele Möglichkeiten.

Je vertrauter das Verhältnis ist, um so leichter kann es werden. Da reicht dann schon mal die hochgezogene Augenbraue bel Blickkontakt oder ein kurzer Beifall bei einer richtigen (nicht unbedingt erfolgreichen) Aktion und der Spieler weiß Bescheid.
Taktische Anweisungen können hilfreich sein, wenn die spielerischen Mittel passen.

Meistens aber hilft auch persönliche und fachliche Autorität, damit der Spieler auch die Anweisungen einfach umsetzt, statt lange darüber nachzudenken.

Technische Veränderungen werden kaum möglich sein.

Ich habe auch schon mal Spieler erfolgreich gecoacht, indem ich ihnen demonstrativ den Rücken zugedreht habe oder sie in der Satzpause ohne Coaching sofort wieder an den Tisch geschickt habe, ("du kannst das schon")- besonders wirkungsvoll, wenn der neugierig lauschende Gegenspieler das mitbekommt.

Ich habe es auch schon erlebt, dass ein Spieler über seine Verhältnisse gut gespielt hat, weil er es "dem Arsch da draußen" (Originalton) zeigen wollte, ....
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Große Leuchten (Sonnen) brennen schnell und sehr hell, aber meist nicht sehr lange (ein paar mio Jahre). Zum Glück bin ich nur ein kleines Licht
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