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Alt 05.03.2012, 20:28
heiasamajut heiasamajut ist offline
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AW: Kreisliga 2011/2012

Hallo,

ich möchte die Debatte mal folgendermaßen begleiten. Vielleicht hilft's ja was: Seit ich nach "ewiger" Pause wieder TT spiele (seit nunmehr 4 Jahren), habe ich - vorwiegend klassenübergreifend auf Kreisebene - so manche Truppe anderer Vereine kennengelernt. Ich muss sagen, dass die absolute Mehrzahl nette, angenehme Zeitgenossen sind. Aber es gibt auch den einen oder anderen Stinkstiefel hie und da, der einem den Spass schon mal vergellen kann.

Aber das hat man in der Regel nicht nur bei den anderen Teams, sondern - wenn man ehrlich ist - auch mal im eigenen Verein. Was mir auffällt, ist dass man viel eher über "unmögliches" Verhalten bei den Leuten des Gegners herzieht, weniger oder so gut wie gar nicht über ähnliche Vorkommnisse beim eigenen Mann. Klar, der Grund liegt natürlich auf der Hand: Die Vereinsteams konkurrieren miteinander um Aufstieg, Klassenerhalt oder sonstwas.

Aber zumindest auf der Ebene, wo wir agieren, nämlich auf Kreisebene, sollte vielleicht mehr der Spaß am sportlichen Wettstreit als der Ehrgeiz im Vordergrund stehen. Und richtigen Spaß habe ich nur, wenn ich mich auch mit dem Gegner verstehe (Das kann sogar sein, wenn ich verliere, nämlich wenn wir beide ein gutes Spiel abgeliefert haben, mit unserer Leistung zufrieden sein können).

Damit dass der Fall sein kann, wäre es wünschenswert, dass die Besonnenen in einer Mannschaft auch mal (oder besser ÖFTER) auf ihre eigenen Kollegen einwirken, sie ggf. auch zur Zurückhaltung bzw. Raison (auf)rufen, statt - für meinen Geschmack falsche - "blinde" Solidarität mit dem Teamkameraden zu üben, wodurch sich so manche Gegnerschaft oder gar Feindschaft aufbaut, die sich dann über die Jahre so richtig schön hochschaukeln kann.

Für mein Empfinden sind das falsche Fronten. Ich spiele gerne mit und gegen nette(n) Leute TT, egal aus welchem Verein sie sind; und ich bin mir sicher: die Allermeisten sehen das genauso. Also - so mein (vielleicht seicht oder idealistisch empfundener) Appell an diese Allermeisten: nicht stumm bleiben, sondern vielleicht etwas mehr dafür tun, auch nach innen! "Friede, Freude, Eierkuchen" (oder 'nen Bierchen) ist doch - neben der gewünschten Spannung - nix Schlechtes zwischen Vereinen!

In diesem Sinne: Hasta la vista, Baby! Lebbe is viel zu kurz.

Geändert von heiasamajut (05.03.2012 um 20:34 Uhr)
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