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Re: Umgang der Union mit Hohmann
Ich bin auch der Meinung, dass die Äusserungen von Martin Hohmann falsch und nicht tragbar sind.
Doch ich glaube auch wie der Umfragesteller, dass das Ergebnis im Endeffekt zwar richtig sein mag, doch der Weg dorthin nicht.
Es wäre doch hilf-und lehrreich gewesen solche Ansichten wie die von M.Hohmann einmal inhaltlich zu prüfen und sie dann zu widerlegen. M.Hohmann hatte doch kaum Möglichkeiten sich gegen die Vorwürfe zu wehren. Er kann doch durch eine solche Behandlung, die ihm kein zureichendes Verteidigungsrecht zubilligt, zu einer Art Märtyrer gemacht werden.
In sämtlichen Talkshows höre ich nur, dass M.Hohmann nicht mehr tragbar sei, verrückt sei, Antisemit sei etc., aber inhaltlich geht keiner auf ihn ein und widerlegt ihn in der Sache.
Der Grund für diese Verhaltensweise, wie hier liegt m.E. in der Behandlung von Themen, die mit dem 3.Reich zusammen hängen durch die deutsche Öffentlichkeit. Kommt einmal das Thema 3.Reich auf, so ist die Öffentlichkeit sofort in Alarmbereitschaft, weil hier ein politisches und gesellschaftliches Tabuthema angesprochen wird. In Deutschland kann nicht offen über das 3.Reich diskutiert werden und das obwohl der Großteil der Bevölkerung diese Zeit nur aus dem Geschichtsunterricht oder dem TV kennt.
Kaum spricht einer ein Tabuthema an, so wird jenseits einer sachlichen Diskussion dagegen gewettert.
Ein weiteres Beispiel hierfür ist doch das Mahnmal in Berlin für die Opfer des Holocaust und die "Diskussion" über die Beteiligung der Firma Degussa.
Nur die offene sachliche Diskussion ohne Emotionen kann nachvollziehbare Ergebnisse bringen.
So wäre es auch im Fall Hohmann wünschenswert gewesen.
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