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AW: Sehr grifflastiges All+/Off- Holz für schwere Beläge?
Habe mich auch schon mal theoretisch mit der Frage beschäftigt, wie man den Schwerpunkt des gesamten Schlägers steuern könnte. Hatte nämlich zwischenzeitlich mal einen Schläger, den ich glücklicherweise wieder umtauschen konnte. Bei dem hat es mich ziemlich gestört, dass die Beläge den Schwerpunkt recht weit nach vorne gezogen haben, natürlich auch deshalb, weil ich bis dato einen anderen Schwerpunkt gewohnt war. Habe dann mal geschaut, wie die Gewichtsklasse der Beläge ist und die war gerade mal knapp über dem "Mittelfeld", was ja bedeutet, dass es noch deutlich schwerere Beläge gibt.
Leider kann man ohne Ausprobieren im Vorhinein bzw. vor dem Kauf kaum Einfluss auf den Endschwerpunkt nehmen, zumal man ja sich sein Material meistens auch unter anderen Gesichtspunkten zusammenstellt und er sich letztlich von selbst ergibt. Was ich an dieser Stelle nicht verstehe, ist, weshalb bei den Belägen keine flächenbezogene Masse angegeben wird, wie es z.B. bei Papier üblich ist. So könnte man, vorausgesetzt man hat das Holz schon, einigermaßen genau den Endschwerpunkt der Kombination bestimmen, bevor man sich die Beläge kauft.
Es bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit, den Schwerpunkt bei Einsatz von verhältnismäßig schweren Belägen nachträglich zu verändern, und zwar mit Gewichten im Griff. Donic hat mit dem ABP-System ja schon einen Anfang gemacht, leider haben mW noch keine anderen Hersteller Vergleichbares im Angebot.
Also ich könnte mir vorstellen, dass die Bastellösung so aussehen könnte: Griff unten mittig anbohren und dann eine Art Magazin mit Bleikugeln aus dem Angelladen einschieben, sodass man dort in bestimmten Grenzen noch etwas variabel ist, auch um evtl. noch andere Beläge mit gleicher Schwerpunktlage testen zu können. Im Vorhinein müsste man sich natürlich auf Basis der Schwerpunkte von Holz und Belägen den gewünschten Endschwerpunkt grob ausrechnen, um dann die Lage und die erforderliche Bleimenge im Griff bestimmen zu können.
Man kann also schon sagen, dass das ziemlicher Aufwand ist, aber wenn man einen halbwegs definierten Schwerpunkt haben will, kommt man um sowas nicht herum, denke ich...
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