Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1  
Alt 19.11.2003, 09:09
Benutzerbild von Fozzi
Fozzi Fozzi ist offline
Wir schaffen das!
Foren-Urgestein - Master of discussion *****
 
Registriert seit: 11.12.2001
Ort: Bensem
Alter: 55
Beiträge: 17.674
Fozzi ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)Fozzi ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)
Geht das nicht viel zu weit - übertriebener Patriotismus beim Fußball!?

Ich habe mir länger überlegt, dieses Thema hier reinzustellen, weil ich befürchte, das hier schnell irgendwelche Typen aus ihren braunen Löchern kriechen ( ). Aber die aktuellen Vorkommnisse verbunden mit den Geschehnissen bei den Spielen zwischen der Türkei und England werfen für mich die Frage auf:

Ist das noch normal?


Artikel 1:
München - Die Disziplinar-Kommission der Uefa hat nach den Playoff-Hinspielen für die Qualifikation zur EM 2004 gegen den türkischen Verband Ermittlungen aufgenommen.

Die türkischen Spieler sollen nach der bitteren 0:1-Pleite in Riga gegen Lettland das Sicherheitspersonal im Kabinengang provoziert haben.

Quelle: kicker.de

Artikel 2:
Tumulte überschatten deutschen Sieg
Das Weiterkommen der deutschen U 21 in der Türkei wurde von unschönen Szenen vor und nach der Partie überschattet. So wurde die deutsche Nationalhymne von Lautsprecherdurchsagen und einem Pfeifkonzert übertönt. Nach dem Playoff-Rückspiel, das durch Auers 1:1 in der Nachspielzeit die EM-Endrunde für die DFB-Auswahl sicherte, wurden die deutschen Akteure von einheimischen Polizisten und Sicherheitskräften bedrängt.

DFB-Trainer Uli Stielike reagierte erbost über die Vorkommnisse: “So etwas habe ich noch nie erlebt, in keinem Stadion der Welt. Es ist außerdem ein Zeichen fehlenden Respekts, wenn man das Abspielen der gegnerischen Hymne auf diese Weise stört.“

Quelle: Sport1

Artikel 3:
Mit einem letzten Kraftakt wollen sich die Favoriten Spanien und Türkei die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal sichern. Vor den Rückspielen am Mittwoch scheint dabei vor allem dem WM-Dritten Türkei nach der 0:1-Pleite in Lettland jedes Mittel recht, um die drohende Blamage im Rückspiel noch im letzten Moment abzuwenden.

Denn bei der Einreise der Letten, die sich noch nie für ein internationales Turnier qualifizieren konnten, stellten sich die türkischen Zollbeamten quer. Da die Letten ohne gültige Visa eingereist waren, mussten sich die Nationalspieler zunächst zwei Stunden lang in einer Schlange anstellen, um die Formalitäten zu erledigen. Außerdem wurde jeder Kicker einzeln von Rauschgifthunden am Flughafen von Istanbul beschnüffelt.

Der türkische Fußball-Boss Haluk Ulusoy hatte sich für diese "Maßnahmen" bei der Regierung eingesetzt. Mit einem flammenden Apell schwor Haluk Ulusoy daraufhin bei einem Mannschaftsessen das Team des umstrittenen Nationaltrainers Senol Günes auf das "Spiel der Spiele" ein: "Wir haben die Voraussetzungen geschaffen und bestimmt keine Angst vor Lettland. Jetzt warten 75 Millionen Türken auf einen Sieg, damit wir unser Ticket für Portugal lösen können."

Allerdings geht das Team vom Bosporus ersatzgeschwächt in die Partie. Abwehrspieler Emre Asik sah in Riga die Rote Karte und ist somit gesperrt. Der größte Verlust ist aber der Ausfall von Torhüter Recber Rüstü (Foto: AP), der wie Fatih Aykel im Rückspiel eine Gelbsperre absitzen muss. Ganz gelassen gehen indes die kurz vor einer Sensation stehenden Letten in die Partie im Hexenkessel von Istanbul. "Wir dürfen nur nicht überheblich werden", sagte Nationalcoach Alexander Starkows.

Quelle: Sport Bild


Artikel 4:
England: Wegen Ausschreitungen beim Türkei-Spiel - 01.05.2003 17:57
FA muss 100.000 Euro Strafe zahlen
Die Diziplinar-Kommission der UEFA hat den englischen Fußball-Verband (FA) wegen der rassistisch motivierten Ausschreitungen beim EM-Qualifikationsspiel der englischen Nationalmannschaft gegen die Türkei (2:0) am 2. April zu einer Geldstrafe 150.000 Schweizer Franken (rund 100.000 Euro) verdonnert.

Bei der Partie in Sunderland war es in der Stadt als auch im Stadion zu Übergriffen ausnahmslos englischer Fans gekommen. Rund 100 Randalierer hatte die Polizei schon vor dem Anpfiff in Arrest genommen. Nach Beckhams Treffer zum 2:0 in der Nachspielzeit waren zudem etwa 50 Hooligans auf den Rasen gerannt und hatten unter anderem türkische Spieler attackiert.

Ursprünglich war auch eine Platzsperre in Erwägung gezogen worden. Hätte die nächste EM-Qualifikationspartie gegen die Slowakei unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden, wäre dem FA ein Schaden von rund drei Millionen Euro entstanden. Noch nie zuvor hatte die Uefa wegen derartiger Ausschreitungen eine Geldbuße in dieser Höhe verhängt.

Quelle: kicker
__________________
Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Russell
Mit Zitat antworten