So, der Thread-Ersteller meldet sich auch endlich mal wieder zu Wort.
Ich habe in den letzten Wochen meine schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben und konnte nun viele interessante, aber leider auch ein paar erschreckende Beiträge lesen.
Hervorheben möchte ich den Beitrag von Manfred (ich glaube Seite 7)... Wieso lässt man es Turnierveranstaltern nicht frei, ihre Klassen TTR-relevant oder irrelevant auszuschreiben?
Die ganze Zeit lese ich von beiden Seiten Beispiele für besonders gute/schlechte Beteiligungen an Turnieren.
"TTR-Verfechter" beziehen sich oft darauf, dass Turniere eine größere Datenmenge für die Berechnung des korrekten TTR bieten, "TTR-Gegner" reden die ganze Zeit von den größeren Manipulationsmöglichkeiten.
In der Mathematik nennt man das "Gesetz der großen Zahlen". Bitte liebe TTR-Verfechter: Wieso nicht anhand einer großen Zahl von Turnieren prüfen, welche Art von Turnieren beliebter ist. Vielleicht will ich einmal auf Leistung spielen und finde es gut dafür belohnt zu werden, das andere Mal will ich aber auch einfach entspannt etwas Tischtennis spielen. Beides erlauben, zumindest lange genug, bis festgestellt werden kann, was beliebter ist?
Die 2. Person, die ich (leider) hervorheben muss, ist "tate", den ich zwar nicht kenne, der aber scheinbar eine Position hat, die in dieser Angelegenheit mehr Gewicht hat als die durchschnittlicher Tischtennisspieler (komisch, wo doch alles so demokratisch zugeht). Zwischen ein paar guten Beiträgen und vielen guten Argumenten, musste ich mich doch meistens ärgern.
In meiner Deutsch-Prüfung wäre mir mit diesem Argumentationsaufbau eine ungenügende Note sicher. Patzige Antworten wie "die Realität ist eben plump" oder "es ist eine Qual, deine Beiträge lesen zu müssen" (der genaue Wortlaut ist mir entfallen) erinnern mehr als einen Streit von Grundschülern, als an einen seriösen Kommentar von jemandem, der sich mit der Materie lange genug auseinandergesetzt hat, um eine fundierte Meinung zu haben.
Außerdem bleiben kritische Kommentare oft unbeachtet oder werden mit Pauschalantworten unzureichend abgespeist. Da wird von älteren Spielern gesprochen, die konditionell nicht mehr auf der Höhe sind und sich deswegen beschweren oder von dem Großteil der Spieler, die sich nicht um ihren TTR kümmern.
Wo sind die Fakten, wo die Beweise? Alles unsicher, alles subjektiv!
Gab es jemals eine flächendeckende oder zumindest eine stichprobenartige Umfrage, wer mit den TTR zufrieden ist und wer nicht? Also in meinem Verein bin ich der einzige Befürworter. "Demokratisch" gesehen ist das typisch deutsch, auch wenn es mit dem Sinn von Demokratie nichts zu tun hat.
Und tut mir Leid, dass du einen neuen Flamethread von einem 19jährigen, der sein bestes Tischtennisalter und damit sein Leistungsmaximum bereits hinter sich gelassen hat, lesen musst. Ein Thread, der den Tischtennissport nicht weiterbringt.
Komisch ist nur, dass die meisten in diesem Thread Aktiven mit der Sache unzufrieden ist. Und es wird so lange weiter solche Threads geben, bis die Verantwortlichen von ihrem hohen Ross herunterkommen und die Masse fragen, was sie will.
Abschließend möchte ich noch einmal bitten, nicht zu sehr in Nebensächlichkeiten wie einzelnen Aufstellungsfragen zu geraten. Macht dafür einen neuen Thread auf. Hier geht es darum, dass Turnierleistung nicht unbedingt etwas mit der Spielstärke in Meisterschaftsspielen zu tun hat (sehr wohl kann, in vielen Fällen aber eben nicht) und um die Suche nach einer Lösung des Problems. Wenn die Vor- und Nachteile verschiedener Ideen bereits auf diversen Treffen von Funktionären in gehobenen Positionen erarbeitet wurden, dann schadet es doch wohl nicht, diese dem gemeinen Fußvolk kurz und bündig nahezubringen.