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AW: Mannschaftsaufstellung nach TTR
Der ttr hat vor- und Nachteile.
Vorteil:
der Verein kann das System "betrügen" wie der user, der seine spk zum Turnier schickt um die Punkte anzupassen.
Spieler, welche ne schwache Serie hatten können noch Punkten zu den Aufstellungen hin.
Nachteil:
der Sinn von Turnieren wird konterkariert. Wenn in Klassen bis 1.800 punkten ein akteur mit 1.720 in einem 120er Feld den achthöchsten wert hat, dann läuft was falsch! Aufgeblähte Felder, turnierdauer jenseits von gut und böse, dazu brutal schwache Felder mit "punktejägern" en gros. Spieler mit siegchancen fahren dafür oft nicht hin, da sie punkteverluste befürchten.
Geringe Toleranzen. 50 punkte sind nix, bei 35 Punkten ist's noch schlimmer. Das ist dann im Extremfall ein Sieg und eine pleite des Konkurrenten.
Turniere zum Training, materialtests, saisonvorbereitung fallen weg. Ohne Training mal so zum Jux zocken ist nicht mehr.
Allgemein eine spielstärke über den wert zu definieren ist schwer. Spielt die "erste" Landesliga und der sechser hat immer den Fünfer und spielt 2:12, ist er dann schlechter als der Einser der zweiten, der in der kreisliga 18:2 oben spielt?
Wenn ersterer mit 1.650 Punkten startet und im Schnitt gegen 50 Punkte bessere spielt, verliert er trotzdem 50 Punkte im Halbjahr, evtl. mehr.
Der kreisligamann startet evtl mit 1.600 Punkten und gewinnt 80 dazu gegen, im Schnitt, 50 Punkte schlechtere.
Ist er nun "besser" als der erste?
Oder "schlechter"?
Es ist doch faktisch gar nicht vergleichbar, da der erste wahrscheinlich in der Kreisliga ebenfalls 18:3-20:2 spielt, der zweite aber auf sechs on der LL evtl. gar nix gewinnt...
Auf Turnieren und Ranglisten hat es auch viel mit losglück zutun.
Da kriegt der eine 4 Gegner mit 100 Punkten mehr und verliert 8 Punkte, der andere kriegt vier mit 100 Punkten weniger, weil er evtl. ne andere Klasse spielt und gewinnt 8 Punkte dazu.
Dass jugendliche z. T. Sprünge von 60,80 oder auch fast 100 Punkten an zwei Tagen machen zeigt die Absurdität.
Und dass es sich "ausgleicht" stimmt nur bedingt. Es braucht ca. 40
Einzel bis es sich "voll" egalisiert hat. In ner 10er Gruppe kommt der nur-ms-Spieler da gerade mal in einem Jahr drauf. Dazu kommt der fixe Termin zur aufstellung, so dass nicht die gesamte HS gleich gewichtet ist, sondern die letzten Spiele am stärksten zählen.
Wer jetzt zwei Turniere und ne RL gespielt hat nach der serie kommt da z. T. auf die gleiche Zahl relevanter Ergebnisse wie in einer ganzen Halbserie und am 10.05. ist Stichtag..., da gleicht sich nix mehr aus!
Hauptgrund der Einführung bleibt für mich, dass einige Personen bei der Idee die euros blitzen sahen. Das alte wttv System war genausogut/-schlecht. Außerdem senkt der ttr den Arbeitsaufwand der staffelleitung. Früher musste der die Spieler kennen und am geschehen sein, heute drückt er einmal aufs knöpfchen und die Aufstellung ist raus...
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