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Alt 19.06.2000, 12:36
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Siegmund Freud Siegmund Freud ist offline
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Ich sehe die Tränen als ein positives Zeichen an. Wenn die Kinder noch weinen können, sind sie noch mit EIGENEM Ehrgeiz dabei. Ihnen bedeutet das Tischtennisspiel noch etwas und sie sind auch bereit, etwas dafür zu tun. Wenn der innere Druck jedoch zu groß wird, muß ein Ventil da sein, durch das der Druck abgelassen wird. Hier ist es besser, Tränen fließen zu lassen, als aggressiv zu werden und Schläger zu schmeißen. Also keine Tränen verbieten oder abtrainieren. Laßt die Kinder eine Weile in Ruhe ihre Tränen vergießen.
Wenn ihr (Eltern) sie alleine laßt, dann werden sie auch nicht lernen, die Tränen als - meist unbewußtes - Machtmittel gegenüber den Eltern einzusetzen. (Psychologisch ausgedrückt: Auf ein Verhalten [weinen] folgt eine wünschenswerte Konsequenz [Trösten, in den Arm genommen werden]. Lernerfolg: Um das erwünschte Elternverhalten häufiger zu erhalten, wird das Ursprüngliche Verhalten [weinen] häufiger gezeigt.)

Spieler, die durch unsportliche Verhaltensweisen gewinnen (seien sie bewußt oder unbewußt), müssen auf die Falschheit ihres Verhaltens aufmerksam gemacht werden. Hier ist der Trainer gefordert (evtl auch die Eltern). Sie müssen dem Kind zu verstehen geben, daß sie sich über diesen ersten Platz überhaupt nicht freuen können und sehr enttäuscht sind von dem Verhalten ihres Spielers. Evtl. sollte man so einen Spieler auch mal vom Training ausschließen. Dann lernt er: Erfolg ja, aber nicht um jeden Preis.

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ALLE MACHT DEN NOPPEN !!!

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