Zitat:
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Zitat von Edwin
Laut Pinguin, dessen Auslegungen ich normalerweise blind unterschreiben würde, hätte der andere Spieler jetzt das Recht, sich mit seinem Trainer/Betreuer/wem auch immer, weiter einzuspielen. Das sehe ich anders, da ich der Meinung bin, es kann nicht Sinn der Regeln sein, die Einspielzeit zu einem Trainingsevent ausarten zu lassen. Daher hat m.E. niemand außer den an diesem Spiel beteiligten Spielern während der Einspielzeit etwas an diesem Tisch verloren.
Wie auch immer, wenn Pinguins Auslegung korrekt ist, ist doch für den sich weigernden Spieler die Einspielzeit vorbei (er hatte das Recht, sich bis zu 2 Minuten lang einzuspielen und hat von diesem Recht Gebrauch gemacht), oder sehe ich das falsch? Dann dürfte er sich nämlich nach, wer hätte es gedacht, B 5.1.3, ebenfalls nicht beraten lassen.
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@Edwin:
Deine Einschätzung meiner Auslegungen ehrt mich

Allerdings hab ich auch öfters das Problem, dass ich sagen kann/muss "also rein nach meiner Einschätzung könnte man das so auslegen", aber ob es dazu eine offizielle Auslegung gibt, weiß ich nicht. Teils kann ich auch manches nur so weitergeben wie ich es gehört habe (z.B. die Auslegung, dass ein Spieler den Schläger wechseln darf, wenn dieser bei einem Schlägerwurf [gelbe Karte] kaputtgeht, da er nicht die Absicht hatte seinen Schläger zu zerstören sondern nur sich abzureagieren [ich würde hier davon sprechen, dass er es billigend in Kauf genommen hat, insofern kein Wechsel. Noch abenteuerlicher könnte man weiter sagen, dass in den ITTR nirgends gefordert wird, dass ein Schläger einen Griff haben muss - also wenn dieser abbricht, darf er nur mit dem Blatt weiterspielen...

], so wie es m.W. vom DTTB-SRA ausgelegt wurde), auch wenn ich anderer Meinung bin.
Der Punkt, dass sich der Spieler mit seinem Betreuer einspielen darf, habe ich genau so bei meinem VSR-Lehrgang gelernt (u.a. waren ein DTTB-SR und ein ISR anwesend). Die Begründung: in den ITTR steht, dass die Spieler das Recht haben, sich bis zu 2 Minuten an dem Tisch einzuspielen, an dem ihr Spiel stattfindet. Es steht
nirgends, dass sie sich
miteinander einspielen müssen. So wäre es auch denkbar, dass sich jeweils die beiden Spieler eines Doppelpaares überkreuz einspielen (würde mich interessieren, wie du mir dies begründen willst, dass es verboten ist

). Ebenso wäre es im Einzel denkbar, dass sich jeweils ein Spieler mit einem Betreuer einspielt (z.B. weil er seine Super-Noppen-Schläge nicht vor dem Spiel verraten will).
Deine Begründung des nicht-beratens, auch wenn die 2 Minuten nicht aufgebraucht werden, erscheint mir einleuchtend und schlüssig. Ich denke, dagegen sind kaum mehr Argumente zu finden. Danke
@(O)SR:
Auch wenn du wohl in vielen Bereichen der Regeln ein sehr großes Fachwissen hast (was man so aus den bisherigen Postings herausliest), so würde ich dich doch bitten, dich bei deinen Äußerungen etwas zurückzunehmen.
Hier diskutieren eben nicht nur Laien mit, die sich die Regeln gerne so hinbiegen, wie sie es gerne hätten, sondern auch geprüfte SRs, die an einer
offenen Diskussion sehr interessiert sind und die auch dabei noch etwas lernen wollen.
Gerade deine ersten beiden Sätze hättest du - denke ich - auch anders formulieren können. Dass es beim Schiedsrichtern auch um ein sehr sachliches Auftreten ankommt, brauche ich dir wohl kaum zu sagen. Du weißt ja: wer laut wird, hat unrecht

, und du vertrittst ja auch die SR-Gilde...
Also: gerne weitere fachliche Diskussionen (von denen alle profitieren), noch lieber aber in einem etwas gemäßigteren Ton