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Zitat:
Große Titel räumen in den 2000ern nun mal viele Teams ab, die "anders" oder gar hässlich spielen. Erinnert euch an AC und Inter Mailand, Griechenland 2004, Italien 2006 und eben jetzt den FC Chelsea.
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Dies war auch bereits vor 2000 häufig der Fall. Was die jüngere Vergangenheit der Squadra Azzurra angeht: Die hatte anno 2006 international zwar nicht derart geglänzt wie in manchen Turnieren zuvor. Doch immerhin hat man in Italien die Lehren aus den verkorksten Endrunden '90 & '94 gezogen:
In den USA 1994 spielte das Team um Weltfußballer Roberto Baggio hochattraktiven Offensivfußball und war auch im Endspiel gegen Brazil bis zum Elfmeterschießen das bessere Team. Blieb am Ende aber ähnlich brotlos wie beim offensiven Auftritt im eigenen Land vier Jahre zuvor (mit WM-Torschützenkönig Toto Schillaci).
Danach wurde die Spielfreude begrenzt, die Abwehr betont - und der Titel irgendwann einfach schnörkellos mitgenommen. Die Gunst der Stunde nutzen, nennt man dies. Passiert immer dann, wenn vermeintliche Topfavoriten Nerven zeigen und die mentale Belastbarkeit weit hinter der Ballfertigkeit zurückbleibt. Und dies ist seit Dekaden traditionell bei so ziemlich jeder zweiten WM oder EM der Fall - zum Wohle der Spannung, zum Segen der Buchmacher...
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