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Vielleicht sollten wir hier nicht über den DTS reden, dazu gibt es bereits einen Thread. Vielmehr wurde doch die Frage nach "bezahlten" Spielern gestellt und deren Auswirkungen auf das Vereinsleben. Ich selber bin seit 3 Jahren als Spielertrainer in Bad Driburg tätig. Mit Wohnort in Hannover. Einmal die Woche leite ich das Kadertraining bestehend aus 1. Herren 2. Herren und 2. Damenmannschaft (Regionalliga). In der 1.Herrenmannschaft spielen seit dem Beginn meiner Tätigkeit durchschnittlich drei Jugendspieler. Inzwischen steigen wir im dritten Jahr zum zweiten Mal auf (in die Oberliga). Von der ersten Mannschaft sind immer noch 4 Spieler dabei. In dieser Saison haben wir uns mit einem Rumänen verstärkt und einen weiteren 15jährigen Deutschen von einem anderen Verein dazugeholt. Natürlich bekommt der Rumäne gemäß den Riochtlinien eine Vergütung. Dafür steht er aber auch täglich 6 Stunden in der Halle. Als Trainingspartner für die 1.Damen, als Mitglied der Herrenmannschaft, als Übungsleiter im Anfänger- und Nachwuchsbereich. Ich denke, wenn man versucht den ausländischen Spieler in den Verein zu integrieren und ihm auch konkrete Aufgaben gibt ist es kein Problem ihm auch Geld zu bezahlen. Ein Arbeitnehmer geht auch täglich 8 Stunden zur Arbeit und hat womöglich verschiedene Aufgaben. Falsch ist, den Sportler nur zu Spielen "einzufliegen", denn dann findet innerhalb des Vereins keine Identifikation mit diesem Menschen statt. Über Eines muß man sich im Klaren sein. Will man die "Eigengewächse" fördern und auch im Verein behalten, muß man in den geeigneten Klassen spielen. Dies kann man nur mit spielstarken Leuten erreichen. Da es soviele deutsche Spieler, die auch noch preiswert sind (bei uns bekomme nur ich und der Rumäne Geld) nicht gibt bleibt häufig nichts anderes über jemanden zu verpflichten.
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aka Thorsten Kleinert
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