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AW: 1. Bundesliga Damen 2012/2013
Zur Problematik hier meine persönliche Meinung in einer kleinen Kolumne :
Kroppach – Niedergang Ante Portas ?
Schrille Töne sind dieser Tage aus der Chefetage des Tischtennis Bundesligisten der Damen, FSV Kroppach zu hören.
Dem Krösus und langjährigen Pächter des Meistertitels in Liga Nummer 1, scheinen langsam aber sicher die Felle davonzuschwimmen.
Hatte man mit kluger Einkaufspolitik durch das Management in Sachen Spielerinnen und den für Tischtennis-Verhältnisse großzügigen und wohlgesonnenen Sponsoren an seiner Seite, stets ein tragfähiges Gerüst für den fast schon obligatorischen Erfolg aufgestellt, beginnt dieses Gerüst nun zu wanken.
Ein kreuzgefährlicher Konkurrent ist aufgetaucht, welcher, mit identischen Voraussetzungen wie sein sportlicher Rivale ausgestattet, bei diesem für erhebliches Ungemach sorgt.
Es ist der TTSV Saarlouis-Fraulautern.
Kommen zur Saison 2012/2013 auch in der Praxis die Ergebnisse der Papierform laut Mannschaftsaufstellungen zum tragen, was in kaum einer anderen Sportart so häufig geschieht wie beim Tischtennis, wird der neue Meister TTSV Saarlouis-Fraulautern heißen.
Schließlich haben die Saarländer schlicht und ergreifend plötzlich eine in China geborene Spielerin mehr wie die Rheinländer in ihren Reihen. Und das riecht unter dem Strich schon jetzt nach einer Vorentscheidung im Meisterschaftskampf.
Komplettiert haben beide Vereine, wohl eher zufällig, ihre Teams mit je einer in Deutschland und einer in Ungarn geborenen Spielerin. Diese treten aber in der Sportart Tischtennis traditionell bei weitem nicht so wirkungsvoll in Erscheinung, wie ihre Kolleginnen aus dem Reich der Mitte.
Welche Folgen hätte also der prophezeite Zieleinlauf und welche Kettenreaktionen wären denkbar ?
Mit ziemlicher Sicherheit würde es in beiden Vereinen knallen.
Doch während als Ursache hierfür in Fraulautern die Sektkorken in Frage kämen, wären dies in Kroppach die Türen der Sponsoren, die, zumindest teilweise, zugeschlagen würden.
Weniger Geld bedeutet aber dann für die nächstfolgende Saison wiederum weniger chinesische Namen auf den Einkaufszetteln der Manager und dies bedeutet dann weniger Erfolg. Quasi ein Teufelskreislauf.
Natürlich ist man sich dessen bewusst in Kroppach. Aber was tun ?
Wildes verbales Umsichschlagen mit Begriffen wie “Vollidioten” (Zitat von Kroppach Manager Horst Schüchen) in der “Rhein-Zeitung” ,wird sich hierbei als wenig hilfreich erweisen.
Ebenso der Versuch, der deutschen Spielerin Kathrin Mühlbach deren Einsätze bei den in´s Tischtennis-Oberhaus nachnominierten sächsischen Leutzscher Füchsen, mit haltlosen Unterstellungen (Zitat Schüchen :”Hier wird die Wettspielordnung mit Füßen getreten.”), zu verkümmeln.
Das Verheddern in Nebensächlichkeiten offenbart Ratlosigkeit. Es ist nicht zielführend und wird den Ausgang des Meisterschaftsrennens nicht beeinflussen.
Es könnte jedoch eine neue Ära für den erfolgsverwöhnten FSV Kroppach einleiten – eine Ära des langsamen Niederganges.
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"Am Ende gewinnt immer der Tod"! Joseph Stalin
...doch heute, jetzt und hier, will ich gewinnen ! ;-)
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