Interessiert habe ich als Außenstehender (zumindest was Verbandsklasse und Bezirksliga angeht) die Diskussion um die Staffeleinteilung verfolgt. Ich habe zuvor viele Jahre in einem anderen Verband gespielt bevor ich nun seit 1 1/2 Jahren hier aufschlage. Aber eine solche Inhomogenität was die Anzahl der Mannschaften pro Staffel angeht, habe ich noch nicht erlebt. Zwischen 9 und 12 war da alles dabei. Man mag das nun mit der aktuellen "Reform" begründen, aber das ist m.E. nur ein Faktor der das ganze verstärkt. Wenn man nämlich mal in der Vergangenheit schaut, gab es nie eine einheitliche Sollstärke in den einzelnen Klassen.
Das Problem liegt darin, daß für jede Staffel von vornherein territoriale Grenzen gezogen werden und nach diesen Grenzen die Mannschaften zugeordnet werden. Daraus muss zwangsläufig folgen, daß wenn es innerhalb dieser Grenzen mehr bzw. weniger Auf- als Absteiger gibt (und so etwas ist eher die Regel als die Ausnahme), die angepeilte Sollstärke nicht erreicht werden kann. Viel besser, weil flexibler, ist es von vornherein festzulegen wie viele Mannschaften in einer Liga spielen und wie viele Auf- bzw. Absteiger notwendig sind um die Sollstärke zu erhalten. Damit erhält man immer gleich viele Mannschaften in einer Liga (mit wenigen Ausnahmen wenn von oben unerwartet viele Mannschaften absteigen, aber dafür gibt es Relegationsspiele). Und wenn die Mannschaften einer Liga feststehen (z.B. 20 für die Bezirksklasse) wird gleichmäßig auf die Staffeln verteilt, nach territorialen Gesichtspunkten versteht sich, aber eben erst hinterher. Genauso ist in meinem "alten" Verband verfahren worden und es gab nie Probleme mit der Sollstärke, die war immer gleich in allen Staffeln aller Ligen. Und die war übrigens 12 pro Staffel

was mir eh besser gefallen hat, die Saison ist eh schon so kurz.