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AW: Senioren Tischtennis-WM Stockholm 2012
@Jan Move:
Stockholm war meine 13. WM bzw. EM seit 1998, und unter der Kenntnis der zwölf anderen Veranstaltungen (in Yokohama und Hohhot war ich nicht) ist nach meiner Einschätzung deine Kritik weitgehend unberechtigt. Gremlin hat in vielen Dingen schon das Richtige gesagt.
1.) Ich habe mich an allen vier Turniertagen in der jeweiligen Spielhalle ausreichend einspielen können. Eine gesonderte Trainingshalle ist bei diesen Veranstaltungen nicht üblich und m. E. auch nicht erforderlich.
2.) Stockholm war hier absolut im Rahmen.
3.) dito
4.) Fand ich auch, und deshalb habe ich in der Halle keinen einzigen Kronen ausgegeben. Ist der Hallenbetreiber selbst schuld, wenn die Kunden mit den Rahmenbedingungen nicht zufrieden sind und dann alternative Angebote im Hallenumfeld wahrnehmen.
5.) Fand ich auch, zumal ja der große Anzeigewürfel vorhanden ist. Allerdings habe ich es auch noch nie erlebt, dass das besser geregelt war. In einzelnen Jahren gab es ein gedrucktes Blatt mit den Halbfinalpaarungen - das war schon gehobener Service!
6.) Den Aushang fand ich vollkommen im Rahmen. Kann mich nicht erinnern, dass es jemals mehr als einen Aushang gab - auch nicht 2002 in Luzern.
7.) Diese Veranstaltungen sind nach meiner Einschätzung die größte Abzocke überhaupt. Ich war zweimal dabei, und zwar beide Male 1999 in Göteborg - zum ersten und zum letzten Mal. Für das Geld, das man dort als Eintritt bezahlt, kann man sich zur gleichen Zeit in der Gastronomie der jeweiligen Gastgeberstadt einiges leisten - wenn man denn will.
8.) Was erwartest Du eigentlich? Fast immer sind überwiegend die einheimischen Firmen am Start und nur wenige andere. Das ist auch eine Kostenfrage, denn die Standmiete muss auch erst einmal hereingeholt werden. Und wenn man nicht gerade solch Senioren-affine Produkte anzubieten hat wie der Doktor aus der Schweiz, rentiert sich das eben nicht.
Zwei Dinge sind mir allerdings negativ aufgefallen, die du nicht erwähnt hast:
Solch primitive Rückennummern habe ich noch nie erlebt - kein Wunder, dass diese am Ende nur noch bei wenigen vorhanden waren.
Die mit cm-hohen Stufen versehenen Holzbodenplatten in Halle 3 (C) waren eine Verletzungsgefahr erster Güte. Nicht nur am Rand der Halle, wo man langgehen konnte und ständig auf die Stufen achten musste, sondern auch in der Halle selbst, wo es hinter einigen Umrandungen dann plötzlich nach unten (oder oben) ging. Wer da mal an den Rand der Box gedrängt wurde, dessen Gesundheit war schon hochgradig gefährdet.
Insgesamt fand ich Stockholm 2012 dennoch vom Organisatorischen (teilweise deutlich) besser als Vancouver 2000, Arhus 2001, Courmayeur 2003, Bratislava 2007, Rio 2008, Porec 2009 und Liberec 2011 und somit im vorderen Feld der von mir besuchten Veranstaltungen.
Hoffentlich wird es nie wieder so schlecht wie 2009 in Porec! Einem Teilnehmer, der zeitgleich in verschiedenen Hallen Einzel und Doppel spielen sollte, wurde doch von der Turnierleitung tatsächlich vorgeworfen, dass er es selbst in Schuld sei, wenn er sich nicht in beiden Konkurrenzen (Einzel und Doppel) für die Hauptrunde oder in beiden für die Trostrunde qualifiziere - denn dann hätte er keine Probleme mit dem Zeitplan gehabt.
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