Also im Großen und Ganzen stimmt das so, wie du schreibst.
Ich kann es halt leider nicht voll 1:1 vergleichen, weil ich den Strike in 1,8 und den Pride in 2 mm habe. Ich könnte mir vorstellen, dass der Strike in 2 mm nochmal etwas indirekter beim Blocken wird und dafür nochmal etwas bei Spin und Tempo drauflegt.
Der Unterschied im Spielgefühl fällt schon auf. Der Strike spielt sich charakterlich eher wie ein etwas straffer Softschwamm, der Pride dagegen wie ein weicherer Mediumschwamm, wenn das jetzt nicht total bekloppt klingt.
Der Strike klingt auch ein wenig knackiger, der Pride etwas dumpfer.
Der Schwamm des Strike ist offenporiger, der des Pride ist dichter.
Das OG des Strike erscheint für das Spielgefühl relativ straff, da der Schwamm weicher ist. Das OG des Pride erscheint für das Spielgefühl eher elastischer, da der Schwamm kompakter ist. Ich gehe aber davon aus, dass die Gummimischung der OG's gleich sind.
Der Pride fühlt sich mehr wie ein Klassiker an als der Strike.
Wichtig finde ich auch, dass der Pride zugeschnitten etwa 4-5 Gramm schwerer ist. Ach, wieder die 1,8 mm zu 2 mm - Problematik. Also eher 3-4 Gramm Unterschied.
Das Gewicht des Strike war mir schon angenehmer mit 39-40 g.
Und wie das ja schon anklang: Wenn man mit dem Strike Topspins oder Blocks spielt, dann spielt man häufig mit dem ganzen Belag, also OG + Schwamm. Man muss den Andruck schon recht fein dosieren können, um mal nur mit dem OG am Ball Schnitt/Spin zu erzeugen, dann ist der Ball auch schön giftig. Der Strike drückt aber auch schon bei relativ wenig Druck aus dem Schwamm heraus. Dadurch erscheint er auch erstmal subjektiv etwas schneller, das relativiert sich dann aber wieder, wenn man mal mit dem Pride fester durchzieht.
Die "Andruckdosierung" fällt beim Pride leichter, daher fällt wahrscheinlich das spinnige Anziehen leichter: Man hat nicht gleich den Druck des Schwammes im Nacken, der kommt erst zum Tragen, wenn man eben gut gegen den Ball geht. Wenn man aber schön tangential anzieht, hält sich der Schwamm weitestgehend raus, zumindest in der ein- und rausdrückenden Verformung, so mein Empfinden. Dadurch ist nicht gleich so viel Tempo im Ball, man bekommt mehr Ballkontaktzeit, dadurch mehr Spin und das ergibt zusammen eben auch mehr Spinbogen, was den Ball nochmal kürzer werden lässt.
Zusammengenommen ergibt das für den Pride die etwas größere Vielseitigkeit und Stimmigkeit. Der Strike ist leichter zu spielen, verzeiht viel mehr im offenen, offensiven Spiel. Eröffnung fiel mir aber ein bisschen schwerer.
Aber wie gesagt 1,8 zu 2 mm. Einen Strike in 2 mm würde ich bei Gelegenheit glatt noch testen.
Beim letzten Training war ich mit dem Pride schon ganz schön passiv, wenn ich nicht gleich die Initiative übernehmen konnte. Das hat mir etwas missfallen. Mit dem Strike konnte ich in solchen Spielsituationen viel offensiver agieren und reagieren und so auch ggf. die Initiative wieder an mich reißen. Hm. Also jedenfalls wird's einer der Beiden.