Hallo!
Ich persönlich halte das für "über das Ziel hinaus geschossen."
Nachdem mir ein Schiedsrichter bei dem Turnier in Sottrum...
[ BTW: Hallo Aleol, das nächste mal oute Dich bitte :-) ]
... was vom Pferd erzählt hatte.... meine Aufschläge seien falsch
habe ich mal drauf geachtet und festgestellt, das der Wurfhöhe
bei meinen Aufschlägen wohl 2 bis 4 cm gefehlt haben.
Wenn ich dann mal Ersatz in unserer ersten Mannschaft spielen darf
fällt mir auf, daß in der höheren Klasse zum Teil noch schlimmere
Aufschläge als in meiner Klasse gemacht werden... (?)
Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen.
Meiner Meinung nach ist die Aufschlagregel so schon nicht so schlecht.
Es hält sich nur niemand wirklich konsequent daran.
Alte Regel durchsetzen, konsequent durchsetzen wäre sinnvoller als alles andere.
Denn: Was nützt eine neue Regel, wenn die dann auch
( erst recht, d.h. mit Absicht ) ignoriert wird?
Ich vermute, daß es in den unteren Klassen ein Agreement geben wird.
Die Leute Stellen sich zum Punktspiel auf, begrüßen sich.
Nach der Begrüßung wird nicht nur wie jetzt gefragt, ob man auf
die Zählgeräte verzichten will was dann immer gemacht wird,
nein,
es wird auch gefragt werden ob man die "albernen" oder wie auch
immer bezeichneten neuen Regeln nicht berücksichtigen will.
Es werden sich alle zu nicken.
Wer nicht will wird zum Nicken gebracht
oder in einer anderen Mannschaft aufgestellt werden.
Alle gehen an den Tisch und spielen wie immer.
Ergebnis:
Verschlechterung des Zustandes.
Schließlich hat man sich ja auf das Ignorieren der Regel geeinigt.
Einige Experten werden dann wieder die Grenzen ausloten.
Die Schere von Theorie -dem Regelwerk- und der Praxis
-dem Punktspiel-Betrieb in unteren Liegen- ....
geschätzt bis zu den Klassen ohne Schiedsrichter, d.h. bis
vielleicht hoch zur BL (?) geht noch weiter auseinander.
Meiner Meinung nach werden ab einem gewissen Punkt die Regeln gar nicht
mehr befolgt. Dieser Punkt ist mit Wurfhöhe bis über dem Kopf eindeutig
erreicht.
Die Regel wäre da, aber niemand versucht wirklich noch die Regel zu befolgen.
Bei der jetzigen Regel kann man ja noch sagen, das man den Ball doch bitte
höher werfen möchte.
Kann das gewollt sein?
Es ist doch in unteren Klassen jetzt auch schon so:
Wenn jemand nicht wirklich einen Vorteil aus falschen Aufschlägen ziehen
will, dann diskutiert man gar nicht über die Aufschlaghöhe. Ist zwar falsch,
aber man läßt gerade das alte Semester dann auch aus der Hand aufschlagen.
Wer will denn deswegen Streit anfangen?
Wenn der jenige nun wirklich auf dem Aus-der-Hand-aufschlagen seine
Vorteile zieht, dann kann man jetzt schon sagen, das der nächste so
gemachte Aufschlag sofort zum Punkt für den Rückschläger führt.
Reklamieren des falschen Aufschlags....
Einen ruhigen Punktspielabend hat man dann aber nicht mehr
Für meine Kiddies, wir haben nach 7 Jahren Pause nun drei Schüler-A
Mannschaften, werde ich diesen Zirkus jedenfalls vorerst nicht mit
machen. Es ist so schon nicht einfach die Kurzen auf den richtigen
Kurs zu bringen. Der Spielspaß soll auch nicht verloren gehen.
Es sind einige Laufende Meter dabei, die durchaus hoffnungsvoll und
begeistert dabei sind. Soll denen dann gesagt werden:
"Du wirfst den Ball nicht weit genug der Sonne entgegen, Punkt für den anderen."
( Aus der Sicht von den kleinen muß das ja sehr hoch sein. )
Das kann es nicht sein.
Schon wieder lange Rede, kurzer Sinn:
Meiner Meinung nach ist das eindeutig über das Ziel hinaus geschossen.
Und wie mag eine solche Regeländerung für Nichtspieler wirken???
Auch für Außenstehende muß das wieder belustigend sein:
"Guck mal, die TT- Spieler verderben sich selber den Spaß.
Nun werfen se den Ball bald höher als sie ihn weit schlagen...hahaha."
Daher: Bitte nicht.
Mit Vernunft und der alten Regel kann man mehr erreichen.
Von allen Regeländerungen, größerer Ball, Sätze nur noch bis 11, Aufschlag
nicht mehr verdeckt, ist die Aufschlagregeländerung am ehesten angenommen
worden. Zwar noch nicht ganz wie gewollt umgesetzt aber angenommen worden.
Mit dieser nochmaligen Änderung hätte man sich dann den berühmten Schritt
zu weit vor gewagt.