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Zitat von Günter
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Uns muss einfach mal klar werden, alle TT-Spieler sind nicht die fairen Sportler, als die sie immer hingestellt werden. Hier wird falsch aufgeschlagen, hier werden Noppen unrechtmäßig behandelt, hier wird mit verbotenen Klebern geklebt, usw., immer zum persönlichen Vorteil.
Natürlich betrifft es nicht alle, aber diese unfaire Minderheit tut dem TT-Sport richtig weh, nicht die Regeln.
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Das ist zwar richtig, doch sehe ich zwischen einem falschen Aufschlag und nachbehandelten Noppen oder illegalen Klebern einen wesentlichen Unterschied.
Während Esteres "nur" eine Regelwidrigkeit ist, die direkt vor Ort mit einem Punkt für den Gegner geahndet werden kann, sind die anderen beiden Regelverstösse so schwerwiegend, dass ich sie (fast) in der Nähe von Doping sehe. Die Hemmschwelle für solche Verstösse müsste stark nach oben gesetzt werden durch drastische Strafen bei eindeutigem Nachweis wie z.B. eine einjährige Sperre beim ersten Verstoss und danach mehrjährige Sperren.
Ich würde nicht jedem Falschaufschläger automatisch grobe Unsportlichkeit unterstellen. Es gibt vielleicht 0.1% aller Spieler, die einen in allen Punkten korrekten Aufschlag ausführen. Dann gibt es einen grossen Prozentsatz an Spielern, die sich stark bemühen einen korrekten Aufschlag zu machen, wobei dies dann in vielleicht 95% aller Fälle auch gelingt (zu dieser Kategorie würde ich mich zählen). Dann gibt es zwei Kategorien von permanenten Falschaufschlägern: die einen haben es schon immer so gemacht, ziehen aber keinen Vorteil daraus (vorwiegend in unteren Spielklassen zu finden); die anderen versuchen bewusst durch den falschen Aufschlag einen Vorteil zu erlangen (vorwiegend in den mittleren Spielklassen zu finden). Vor allem Letztere sind schlussendlich dafür verantwortlich, dass wir immer neue Aufschlagregeln vorgesetzt bekommen.
JanMove