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Re: Zerstören noch mehr Regeländerungen den TT-Sport?
@ Rudolf Endres
Es geht nicht um "Wahrheiten" (die gibt's vielleicht im Glauben und in der Liebe, aber nicht im Sport), sondern um Meinungen und Macht. Die Kritik von Jaskula, die ich (Funktionär) im wesentlichen nachvollziehen kann, richtet sich gegen die "Mächtigen", die sich einen Dreck um die Basis und deren Probleme scheren. Es geht nur noch um die Spitze, sprich ums Geld. Die Masse der Sportler muss machen, was der Spitze am besten bekommt. Und unsere (Spitzen)Funktionäre merken nicht einmal, dass sie selber den Ast absägen, auf denen sie (und die übrigens auch aus Steuergeldern finanzierten Spitzensportler) sitzen.
Die Basis lehnt die meisten Regeländerungen ab (siehe Umfragen bei TT-News, siehe Meinungen in unseren Bezirken, Kreisen und sogar Landesverbänden, die alle nicht gefragt worden sind). Doch es juckt scheinbar keinen in der DTTB-Spitze, dass z.B. lernende Kinder einen Tischtennisball nicht 50 cm hoch werfen können, um einen Aufschlag zu machen. Und dass sie damit nicht nur die Kinder (den Nachwuchs!!) frustrieren, sondern auch tausende Übungsleiter, die an der Basis ehrenamtlich ihren Dienst tun. Unsere (Spitzen)Funktionäre haben immer nur den (Hoch)Leistungssport im Sinn und vergessen, dass es ohne die breite Masse der Tischtennisspieler keinen Hochleistungssport geben kann. Dem wäre - im wahrsten Sinne des Wortes - die Basis entzogen.
Der Mitgliederschwund im Tischtennis hat viele Gründe. Ständige Regeländerungen führen garantiert nicht dazu, diesen Schwund zu stoppen, denn es kann damit keine "positive Öffentlichkeitsarbeit" geben, sondern nur eine negative, weil ständig an der Basis kritisiert wird. Und wer die Menschen nicht mitnimmt auf dem Weg zu sinnvollen Reformen, der verliert sie auf diesem Weg. Siehe Politik - siehe Tischtennis. Insofern ist die grundsätzliche Kritik von Jaskula mE berechtigt, auch wenn man nicht in jedem Punkt mit ihm einer Meinung sein muss.
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