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Die Antworten hier zeigen meiner Meinung nach, daß es mit finanziellen Zuwendungen eben nicht getan ist. Ehe Vereine mit großem Aufwand Jugendarbeit betreiben, sollten sie sich überlegen, was sie damit erreichen wollen. In vielen Fällen macht es nämlich gar keinen Sinn, einige wenige Jugendliche auf möglichst hohes Niveau zu führen oder den Aufstieg in eine höhere Klasse anzustreben; vielmehr geht es zunächst darum, möglichst viele Aktive zu gewinnen, die auch im Erwachsenenalter noch im Verein Tischtennis spielen – egal, in welcher Klasse.
Vielleicht denke ich da ein bißchen altmodisch, aber die Vereinsstruktur, in der auch über den Sport hinaus noch gemeinsame Aktivitäten stattfinden, halte ich für die gesündeste (im Sinne von langlebigste). Und meines Erachtens nach bietet diese Struktur auch die beste Chance, die eigenen Jugendlichen zu halten – gegen alle finanziellen Verlockungen.
Wer wirklich die sportliche Perspektive und den Ehrgeiz hat, in einem anderen Klub deutlich höher zu spielen, dem kann und darf man meiner Meinung nach nicht böse sein, wenn er das auch wahrnimmt. Aber dies kann einen Klub eben in fast jeder Spielklasse treffen.
Mit freundlichem Gruß
Rahul Nelson
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