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Alt 31.08.2012, 08:42
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Spinshot Spinshot ist offline
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AW: BUTTERFLY Tenergy 64

Lassen wir mal als alte Hoppelhäschen die Grobmotorik und den Placebo beiseite, dann denke ich schon intensiv darüber nach, warum ich damit so ein gravierendes Problem habe, andere nicht.
Eine Möglichkeit wäre die Schwammdicke. Da gibt es bei den Belägen bis hin zu Max-Spielern, ich bin aber ein Min-Spieler, der auch noch eine hohe Quote harter Bälle spielt.
Das Holz könnte auch eine Rolle spielen. Mit der Balsaholzcharakteristik komme ich grundsätzlich sehr gut zurecht. Idealerweise ermöglicht es mir sowohl sehr schnelle, stabile Spins und Schüsse, aber auch Tempovariabilität, indem ich beim Block besser Tempo herausnehmen kann. Unterstützt das auch noch ein Belag, dann sind auf spinnige TS einfach und schlicht und langsam aussehende Returns möglich, die deutlich außerhalb der Erwartung des Angreifers liegen. Die wirken so schon und dann fällt es vielen schwer in so ein leeres Bällchen wieder Druck rein zubringen. Balsa spiele ich auch wegen der guten Rückmeldung. Ich denke, ich brauche über dünne Beläge mit dynamischem, harten Schwamm (und auch ein weicheres OG) und Balsa maximale Rückmeldung, vermutlich weil ich gerade kein Händchenspieler bin.
Technisch bin ich ein ausgesprochener Schmalspurspieler. Im Grunde sind das nur wenige Sachen auf der VH, die ich dann aber technisch so stabil spiele, dass ich Veränderungen, denke ich, schon recht gut bemerke. Im Grunde greife ich VH tischnah jeden Ball hart an, den ich nicht Blocken muss. Damit sind meine zentralen Techniken genannt. Vielleicht noch ein bisschen Gegenziehen/Schießen und gute Aufschläge, fertig. Der Rest ist Murks!

Der dünne Schwamm und das katapultige, sehr schnelle Balsa "begünstigen" sowieso schon einen flachen Ballabsprung. Dickere Schwämme - für einen höheren Ballabsprung - kann ich nicht spielen, dann fehlt mir die Rückmeldung und die Kombi wird tempomäßig zu einer Rakete. Das Holz und ein flotter 1,8er Belag reicht idR. für direkte Punkte in den Bezirksniederungen bis hin zu den Verbandsligaspielern im Verein.

Warum ich die Veränderungen so gut bemerke hat den schlichten Grund, dass - nach dem Nasskleben - die FKE Beläge, viele ESN, aber auch Sriver G3 oder eben auch T64 anfangs wegen des höheren Ballabsprungs und/oder ausgeprägteren Spinbogens für mich spielbar sind und die Veränderungen dann doch so gravierend sind, dass ich die Bälle nicht mehr über die Leine bekomme! Dem kann ich über Technik nicht beikommen, die Beläge sind dann für mein Spiel ungeeignet. Meine VH ist absolut spielbestimmend, lieber löse ich ein absurdes Materialproblem als mein gesamtes Spiel umzustellen, denn die RH mit LN passte dann auch nicht mehr und ich will auch nichts anderes spielen. Ich habe in Spielsystemen schon reichlich hinter mir.

Immerhin habe ich den T64 soweit spielen können um mir ein genaueres Bild von dem machen zu können. In der "Unpräzision" im tangentialen Spinspiel sind wir uns einig. Ansonsten fand ich ihn - auf meinem Holz - für gerades Spiel durchaus gut geeignet, das bestätigt sich auch bei einem Sportkollegen, der den T64 dicker als 1,8mm auf einem im Vergleich zu meinem direkteren und weniger spinfähigem TSP Balsa spielt.
So weit ist der von Acuda S1 und ähnlichen ESN nicht weg, als dass er nicht dadurch gut ersetzbar wäre. Das Obergummi des T64 scheint schon sehr haltbar, was mir bei einer nicht weiter auszuführenden Aktion aufgefallen ist. Der Springsponge könnte mir sogar besser gefallen als die schnellen ESN-Schwämme, wobei mir bei dem Tempo des T64 absolut keine Wünsche offen blieben.
Den T64 halte ich für schneller als den T05. Die als ausgesprochen schlecht empfundene Rückmeldung des T05 lässt sich nur auf dessen härteres OG zurück führen.

Den T64 habe ich runter gemacht, nachdem ich in einem Punktspiel ohne schnellen, tischnahen Spin auskommen musste. Das ist mein zentraler Ball und es ist nervenzerfetzend dann mit Kampf und Krampf spielen zu müssen.
Am nächsten Tag habe ich Ersatz in einer höheren Mannschaft mit einem neu aufgezogenen Rakza 7 gespielt. Nach 2 Sätzen im Doppel passte das wieder. Das ist nicht die VH, die ich mit einem neuen Adidas P7 spielen kann, aber der Rakza 7 ist für mich länger als 3-4 mal spielbar. Der T64 hat für mich immerhin gute 4 Wochen, also etwa 10 x Spielen gehalten.

Nun werde ich dann doch endlich den Baracuda versuchen. Ein Sportkollege spielt den auf einem harten BTY-Holz, allerdings in max und getuned. Der spielt auch tischnah noch extremer auf Punkt als ich.
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Gruß von der Ostsee
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