|
AW: Klassiker vs. FKE/Tensor (Themensammlung): Wissenswertes, Rückkehr ...
Zitat:
Zitat von AlexM
Finde diesen Thread hier richtig gut, die Klassiker sind für viele Spieler sicherlich die "bessere Lösung".
Dass man mit Klassikern jedoch, wie vielfach hier behauptet, wieder (oder zum ersten Mal) lernt, technisch sauber zu spielen, halte ich für groben Unfug. Vor allem bei einigen (sehr) jungen (talentierten) Spielern kann man sehr gut erkennen, dass die mit einem gemäßigten FKE oftmals mehr und dynamischere Bälle auf die Platte bekommen, als mit einem Klassiker, mit dem oft auch mehr Kraft aufgewendet werden muss (von der Spindynamik mal ganz zu schweigen), die die Kids eben (noch) nicht haben.
Auch wenn es hier einige User nicht gerne (lesen) zugeben werden: junge wie erfahrene Spieler kommen mit den FKE-Belägen oft nicht klar, weil das nötige Ballgefühl (zum oft unzureichenden Spinverständnis) fehlt. Bei einem FKE-Belag wird ein kleiner Fehler im Armzug, in der Blatthaltung etc. umgehend "bestraft", die Fehlertoleranz ist eben kleiner als bei Klassikern. Je schneller und Spindynamischer der Belag ist und je unlinearer die Geschwindigkeitsentwicklung ausfällt, desto größer ist der Anspruch an das Ballgefühl und den sinnvoll zu dosierenden Krafteinsatz.
Ich selbst habe als Jugendlicher mit Sriver / Super Sriver gespielt (habe nie geklebt) und bin nach längerer TT-Abstinenz über Chinaklassiker/China Factory Tuned zu den FKE's von ESN/BTY gekommen. Insgesamt hat sich mein Spiel mit FKE (bei anfangs höherer Fehlerquote) mit 3x Training/Wo inkl. Systemtraining binnen 1-2 Jahren deutlich verbessert. Ich persönlich habe nach diversen Tests mehr Vorteile durch FKE als Nachteile und dazu muss man keine BuLi 2 spielen (vom Spielspaß einmal ganz abgesehen) - aber das ist subjektiv und bei jedem anders. Die gesundheitsschädliche Frischkleberei würde ich nie mitmachen und mit 2-3 NI-FKE's und 2 China-KN pro Jahr hält sich bei mir der Materialaufwand in überschaubaren Grenzen.
Übrigens: Mein Doppelpartner spielte seit Jahren Sriver S auf VH und ist kürzlich auf seinen "früheren" Belag Mark V gewechselt. Seine Fehlerquote ist seitdem deutlich gestiegen. Sein Originalzitat: "...ich hatte den Mark V nicht so flott und schnittig in Erinnerung...". Ich habe mit dem Teil auch ein paar Schläge gespielt. Mein Fazit: Der aktuelle Mark V ist m.Mn.n. tatsächlich merklich schneller und dynamischer. Was geblieben ist, ist der Name fürs Marketing (leider nicht der damalige Preis in € umgerechnet).
Bin dennoch der Meinung, dass viele Spieler mit Klassikern besser zurecht kommen dürften. Dass ich bei überregionalen Jugendturnieren schwachsinnigerweise fast nur noch Ternergy sehe und dass das Trainer wie Eltern, ohne dies zu hinterfragen, einfach so mitmachen, ist echt ein Armutszeugnis.
|
Finde ich korrekt! Junge Spieler sollten ab einer bestimmten Leistungsklasse zwingend lernen, modernes Tischtennis mit kurzen Armbewegungen zu spielen. Also wenn man konsequent Offensivspiel auf der Basis des VH-Topspin betreibt, sollte man spätestens ab rund 1200 TTR auf (gemäßigte) FKE-Beläge umsteigen, alles andere ist eine Sackgasse. Und dafür muss man auch nicht Landesliga spielen, wer mit der vorgenannten Strategie-Ausrichtung spielt heute denn noch Klassiker in der Kreisliga??? Also ich kenne keinen einzigen.
__________________
Andro Kinetic ALL+ / VH: Sriver G3FX 1,9 (alternativ Speedy Soft 1,5) / RH: Desto F3 1,8
|