Kürzlich hat ein Verein im WTTV seine 1. Damen-OL Mannschaft -bestehend aus Söldnerinnen des litauischen Schülerinnen-Nationalkaders- quasi aufgelöst, da es im Verein "Differenzen" um die sportliche Ausrichtung der Abteilung gab. Den Rest der Saison bestreitet die Mannschaft mit Reservespieleinnen aus den untersten Klassen, die lediglich antreten, um ihre Spiele umgehend
abzuschenken (damit die Mannschaft nächste Saison mit eigenem Nachwuchs in der VL antreten kann).
Im Mittelpunkt steht wenig überraschenderweise jemand, der in Personalunion Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und natürlich auch Hauptsponsor
war.
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Solche und ähnliche Geschichten von "Einzelpersonen" unterschiedlichster Couleur, die das Heft an sich reissen (wollen), um Ihre Vorstellungen durchzusetzen und den Verein oder einzelne Spieler -z.T. innerhalb kürzester Zeit- nach oben pushen (wollen), hört und liest man ja immer mal wieder. Aufgrund von "Differenzen" oder einfach nur weil der schnöde Mammon doch nicht reicht, scheitert das Vorhaben so schnell, wie es gekommen ist. Z.t. sind die Spieler, die vorher noch davon geschwärmt haben, dass "hier etwas großes" entsteht oder "sich dem Verein angebunden fühlen", ratzfatz weg, Mannschaften werden abgemeldet und der Verein verschwindet wieder -mal mehr, mal weniger- in die Bedeutungslosigkeit.
Dass sportlich hochklassige Erfolge nicht von alleine kommen, ist mir klar. Warum aber machen Vereinsvorstände Vorhaben mit, deren Erfolg nur auf dem kontinuierlichen Funktionieren einzelner, herausragender Standbeine beruht? Und: Warum lassen sich Vorstände (in einem Sport, in dem eh kaum was zu verdienen ist) ausgerechnet von den Geldgebern reinreden? Lässt man sich so leicht blenden? Oder sind die gedankenlos? Oder warum?