@der chinese:
Kommt drauf an. Wenn festgestellt wird, daß die Doppel des Gastes richtig genannt, aber durch einen Übertragungsfehler des Gastgebers falsch gespielt wurden, wird (im WTTV!) der Mannschaftskampf für die Heimmannschaft als verloren gewertet, vgl. WTTV-WO Anhang 1 Nr. 10.
Wohlgemerkt gilt dies so nur im WTTV, dagegen hat es beispielsweise im BTTV ein
Urteil des Sportgericht des Bezirks Mittelfranken gegeben, das in einem solchen Fall das Spiel wie gespielt gewertet hat, da es eine Mitverantwortung des Mannschaftsführers der Auswärtsmannschaft postuliert hat, die Eintragungen auf Korrektheit zu überprüfen.
Im Falle, daß die Auswärtsmannschaft die Doppel falsch abgibt (einer doppelt aufgestellt, einer nicht; tatsächlich so geschehen? *sichandenkopffass*) und die Heimmanschaft aus was für Gründen auch immer nicht darauf hinweist, kann (im WTTV zumindest) nach Abgabe der Aufstellung nicht mehr geändert werden, vgl. WTTV WO Anhang 1 NR. 9. Lediglich falls in der Aufstellung Doppel 2 & 3 nicht korrekt nach Platzziffern aufgestellt wurden, ist bis zum Beginn der Spiele ein Tausch nur dieser beiden Doppel, nicht aber die Bildung neuer Doppel, gestattet.
Diese Regelungen finde ich auch sinnvoll, da sonst jeder bewußt falsche Aufstellungen abgeben könnte, um einen Vorwand zu haben, nach Kenntnis der gegnerischen Aufstellung noch einmal neu aufzustellen.
In deinem Falle ist es also nicht möglich, erst mal irgendwas anzugeben, dann warten, bis die Doppel des Gegners bekannt sind, und dann zu sagen "Moment mal, wir haben da was falsch gemacht!".
Das Spiel hätte folglich 0:9 gegen die Mannschaft gewertet werden müssen, die eine ungültige Aufstellung abgegeben hat.
Fall ist also realtiv klar, der Zeitpunkt vor oder nach Begrüßung nicht relevant.
Ein Problem entsteht erst, wenn die Auswärtsmannschaft sagt: "Wir haben korrekt angegeben, Heimmannschaft hat falsch aufgeschrieben!" und die HM sagt: "Wir haben genauso aufgeschrieben, wie angegeben." Im Zweifel wird's dann aber eher gegen die AM gehen.
Richard