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Alt 28.09.2012, 13:21
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: DTTB übt Kritik am DOSB und der Verteilung der Fördergelder

@klugscheisser: Ich bin ganz bei dir!

Jedoch denke ich, genau wie Rudi, dass der sicher gute Gedanke aus eigener Kraft Geldmittel zu generieren leider zum Scheitern verurteilt ist.

Was bleibt sind Förderprogramme und zwar staatlich finanzierte.

Im Kern mag der DTTB ja sogar recht haben, nur hat das ein bisschen was von: "Die Hand zu beissen, die einen füttert". Der DOSB ist nun mal ein Olympia orientiertes Förderprogramm. Tischtennis ist ja nun mal erst seit 1988 überhaupt olympisch. Wintersportarten sind nun mal schon länger dabei und die betreibenden Sportler haben eh nur eine sehr kurze Saison. In den Sommermonaten geht da nun mal gar nichts außer sich auf die Saison vorzubereiten.

Anderen die Butter auf dem Brot nicht zu gönnen - so kommt es jedenfalls für mich rüber - damit macht man sich sicher auch keine Freunde. Im öffentlichen Interesse steht TT nun mal nicht sonderlich. Das sollte man aus meiner Sicht auch mal bedenken, wenn man eine "gerechtere" Verteilung von Steuergeldern anregt. Basisdemokratie ist augenblicklich stark im Fokus. Was meinste denn, was dabei rauskommen würde, wenn das Volk über die Verteilung der Sportfördergelder aus Steuermitteln entscheiden würde? Ich glaube nicht, dass TT da besser bei wegkommen würde als augenblicklich.

Ich liebe Tischtennis und finde auch dass das ein toller Breitensport ist, den man von ganz jung bis ins hohe Alter ohne viel Aufwand und Kosten betreiben kann. TT als Leistungssport steht aber nun mal nicht sonderlich im öffentlichen Interesse. An Magdalena Neuner z.B. sind die Leute nun mal mehr interessiert

Wie gesagt, ich halte es für zielführender selbst ein Leistungssport bezogenes Konzept zu erstellen und dieses dann z.B. beim DOSB vorzustellen und zu bewerben um an höhere Mittel zu kommen. Dieser Rundumschlag mag vielleicht sogar was bewirken. Dass da am Ende ein besseres Ergebnis für den TT-Sport bei rausspringt, scheint mir zumindest zweifelhaft.

In den vom DTTB zumindest indirekt angegriffenen nationalen Sportverbänden anderer Sportarten sitzen sicher keine Idioten, die sich nicht zu wehren wissen. Mag aber sogar sein, dass sie das wegen des geringen Interesses der Öffentlichkeit am TT-Sport gar nicht nötig haben und einfach nach dem Motto: "Was juckt's den Eichbaum wenn sich die Schweine daran schubbeln?" verfahren können...
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