War heute beim Spiel Kolbermoor gegen Bingen.
Mein Fazit:
Bis auf den (scheinbar) zu rutschigen Hallenboden fand ich den Spielort sehr gut. Das Spiel war insgesamt gut besucht und die Stimmung erstligawürdig.

Genervt haben hier nur die gefühlten 20 Glasflaschen, welche während des Spiels immer wieder umgefallen sind. Vielleicht kann man hierauf die Zuschauer in der Zukunft darauf hinweisen.

Die Präsentation des Spiels und der Spieler fand ich sehr ansprechend und der Sprecher hat sowohl über die eigenen als auch die gegnerischen Spielerinnen ein paar Worte verloren. Er hat dabei aktuelle Infos einfließen lassen und keine ollen Kamellen erzählt.
Zum Spiel:
Für Kolbermoor war ein Unentschieden möglich: Das zweite Doppel hätte mandurchaus gewinnen können und Sabine Winter hätte gegen Barthel einen Sieg verdient gehabt.
Insgesamt war das vordere Paarkreuz von Kolbermoor sehr stark . Monfardini hat mich positiv überracht. Die spielt technisch sehr sauber und taktisch klug.
Sabine hat ihr erstes Einzel überzeugend gewonnen und auch im zweiten Spiel gut mitgehalten.
Die alten Schwächen (Rückhand) sind immer noch zu sehen, aber sie war hier durchaus verbessert.
Was aber bei ihr wie bei Mantz auffällt: Beide spielen ganz selten einfache Rückhand Block -oder Konterbälle mit denen sie Stabilität erzeugen und auch mal die Gegnerin laufen lassen. Jeder Ball wird hier mit etwas Spin gespielt, was häufig bei schnellem Spiel zu Fehlern führt.
Viel eklatanter bei Winter war aber dieses mal die Schwäche bei eigenem Aufschlag: Im dritten Satz hatte sie bis zur Mitte des Satzes immer geführt und hätte locker gewonnen. Sie hat aber im ganzen Satz
keinen einzigen Punkt bei eigenem Aufschlag gemacht. Das kann doch nicht sein. Hier haben mir die Varianten gefehlt.
Das hintere Paarkreuz ist eindeutig die Schwäche des Teams. Zwar sind beide Spielerinnen noch jung, aber ich denke sie werden nur gegen die zwei Aufsteiger eine Chance auf Spielgewinne haben.
Trotzdem: Für die insgeamt gezeigten Leistungen ein

Jetzt aber der Wehrmutstropfen des Spiels: Die Schiedsrichterleistungen


, vor allem an Tisch 2.
Das war das schlechteste was ich je im TT-Profisport gesehen habe und ist ein Argument die ALtersbeschränkung auf max. 50 Jahre herabzusetzen.
So eine Leistung geht gar nicht. Beide Schiris an Tisch waren total überfordert, haben die kritischen Situationen (Netz und Kante) nicht erkannt und sind auch nicht selbstbewusst gegenüber den Spielerinnen aufgetreten. Somit wurde zum Beispiel Winters zweites Spiel gegen Barthel mitentschieden, wobei Barthel hier auch keine sehr glückliche Figur abgab, da sie die eindeutige Fehlentscheidung nicht korrigierte. So etwas gehört vor allem gegen eine Nationalmannschaftskollegin nicht.
Trotz dieser schlechten Schirileistungen war das Spiel insgesamt eine Werbung für das Damen-Tischtennis.