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Alt 22.12.2003, 09:49
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Umfrage: Ballwurfhöhe 50cm ?

Zitat:
Zitat von Rudolf Endres
Was sagen schon Umfragen? Sie geben nur ein Stimmungsbild wieder.
Ein Stimmungsbild kann aber manchmal durchaus Aufschlüsse darüber geben, daß man als Heilsbringer vielleicht doch nochmal nachdenken sollte.

Zitat:
Zitat von Rudolf Endres
Unabhängig davon, ob eine geplante Regeländerung sinnvoll ist oder nicht, muss man Reformen fast immer gegen die Mehrheit durchsetzen.
Muß man das ?
Sollte man, wenn man weiß, daß die Mehrheit dagegen ist, nicht vielleicht Abstand davon nehmen, so lange man nicht mit Bestimmtheit sagen kann, daß das Ergebnis in jedem Fall positiv sein wird und die Mehrheit dies nur noch nicht erkennt. Es kann nun sein, daß ITTF und DTTB von Letzterem überzeugt sind, dies würde aber einen kompletten Realitätsverlust darstellen, da von den Regeländerungen der letzten jahre niemand (nicht einmal "Adham der Große") sagen kann, wie sie sich auswirken werden.

Zitat:
Zitat von Rudolf Endres
Allerdings kann die Mehrheit eine rechtzeitige und ausführliche Information erwarten. Sie sollte auch eine juristische Möglichkeit haben, sich zu wehren. Andererseits werden die Regeländerungen von (meist)frei gewählten Vertretern der Tischtennisverbände beschlossen.
Das Mitteilungsbedürfnis der TT-Allgewaltigen tendiert gegen Null.
Frei gewählt ist kein treffender Ausdruck für die Art und Weise, in der Sport-Funktionäre in Ihre Ämter gehievt werden.
Die Demokratie ist hierbei durch die Anzahl der Zwischenstufen derart indirekt, daß man "oben" nahezu unabhängig vom Willen "unten" ist. Das ist wohl auch das Problem, wenn man dann solche Aktivisten oben sitzen hat.
Man stelle sich vor, politische demokratie würde auch so funktionieren:
Als Bürger dürftest Du mit Ach und Krach noch die Gemeinde / Stadt - Verordneten wählen, Ämter bei denen man häufig froh sein muß, daß man Anwärter findet. Diese würden dann den Kreistag wählen, den Landtag, den Bundestag und schließlich die Regierung. Alles Ebenen, die aus gutem Grund durch direkte Wahlen besetzt werden.
Der geneigte Leser überlege sich, wie sich das Sportpolitische System auf die Qualität der Entscheidungen in der Politik auswirken würde. Ich bin jedenfalls froh, daß eine Abrechnung per Stimmzettel möglich ist. Ob Adham, Gründahl, Schöler etc. dann wirklich noch gewählt werden würden ... ... ... ich zweifle.

Zitat:
Zitat von Rudolf Endres
Alle sind immer für Reformen, aber wehe man ist selbst betroffen.
Auch wenn Du diese Aussage immer wiederholst, wird sie m.E. nicht wagrer.
Ich behaupte, daß vor Osaka 2000 die große Mehrheit der TT-Sportler in Deutschland mit ihrer Sportart und deren Regeln zufrieden waren. Ein bißchen gemosert wird wohl immer, aber der große Frust, der jetzt doch weit verbreitet ist, den gab es damals nicht.
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