Einzelnen Beitrag anzeigen
  #5  
Alt 11.10.2012, 15:16
Benutzerbild von Bow
Bow Bow ist offline
verlorener Sohn
Foren-Stammgast 4000
 
Registriert seit: 13.03.2000
Ort: Alzey
Alter: 51
Beiträge: 4.751
Bow ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Wie nehme ich leere Aufschläge am besten an

Also da es hier um den Flip als Rückschlag geht, sind wohl kurze leere Aufschläge gemeint. Schupfen ist da echt nur 'ne Notlösung und wenn nicht ausgezeichnet platziert, eine Einladung fürs Durchrohren.
Der Flip ist da schon die einzige vernünftige Option, um selber aggressiv in den Ballwechsel zu kommen. Da fällt mir, so simpel es scheint, eigentlich nur ein, den Flip ordentlich zu trainieren. In 2-3 Trainingssessions je eine Viertelstunde Flip per BET bewirkt wahre Wunder.
Viele glauben flippen zu können, schieben aber eigentlich nur einen leeren langen Ball auf eine Ecke. Dass das meist nicht lange was bringt, liegt auf der Hand.
Einen kurzen leeren AS kann man oft ganz schön hart flippen oder mit dem richtigen Timing gar einen Flipschuss anbringen. Der Flip ist vom Timing her recht anspruchsvoll, weil er eigentlich nur den einen Zeitpunkt zulässt, wenn der Ball am höchsten Punkt steht. Man muss eben schnell sein.
Richtig spinnig wird der Flip eigentlich nur, wenn vorher Schnitt im AS/kurzen Schupf war, so dass man auch richtig anreißen muss.

Also kurz: Speziell üben, dann wird das sehr schnell viel besser. Dankbare Sache eigentlich.

Andererseits solltest du aber auch jemanden haben, der dir die Technik des Flips nochmal ganz deutlich zeigt und deinen Bewegungsablauf analysiert/korrigiert. Dieser "Löffelflip", den du mit "harmlos und lang" beschreibst, hat sich schnell manifestiert und ist, sobald man energischer flippen will, nahezu unbrauchbar, weil der Bewegungsablauf meist einfach inkonsequent in der Bewegung abgebrochen wird (das Schließen des Blattes fehlt oft völlig oder kommt viel zu spät).
Vor dem VH-Flip ist das Schlägerblatt geöffnet und das Blatt wird an den Ball geführt. Während des Treffpunktes/Ballführung wird das Blatt aus dem Handgelenk leicht hochgezogen und gleichzeitig geschlossen und in der Ausschwungbewegung nahezu waagerecht über den Ball gewischt, also auch aktive Handgelenksbewegung nach vorne. Das alles ohne zu hadern, sondern entschlossen und mutig. Beim Beschreiben merke ich, dass der Bewegungsablauf gar nicht mal so unkompliziert ist. Sehr viel Motorik in mehreren Ebenen aus dem HG.

EDIT: Da deine Frage aber auch lautete, was wir mit sowas machen, ist meine Antwort hier: Flippen und zwar so platziert und schnell wie angebracht/möglich. Wenn du so arg weit in der RH-Seite stehst, kann ich mir vorstellen, dass du an AS in die kurze VH evtl. nicht rechtzeitig rankommst. Wie bereits erwähnt, Timing/Geschwindigkeit entscheidet beim Flip fast alles. Wenn man zu spät kommt, kann man eben auch nur noch löffeln, weil der Ball schon zu weit gefallen ist. Also solltest du dich, wenn dein Gegner ab und zu solche Platzierung einstreut, darauf gefasst machen und dich entsprechend drauf konzentrieren dann in einem Bewegungsablauf aus der Vorwärtsbewegung zu flippen.
__________________
Wer die Suche benutzt, ist nur zu faul einen neuen Thread zu eröffnen.
Tibhar Aurus/Avalox J-Power/Andro Hexer Duro

Geändert von Bow (11.10.2012 um 22:00 Uhr)
Mit Zitat antworten