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Zitat von Janus
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Nun ja, zum Teil recht markige Worte eines Oppositionellen
In wie weit diese von einem Kanzler Steinbrück umgesetzt werden würden, bleibt abzuwarten. Ich zumindest glaube nicht daran.
Gefallen hat mir an Gabriels Statement das hier:
"Der SPD-Chef sprach sich auch dafür aus, griechische Vermögen auf europäischen Bankkonten einzufrieren – und zwar "solange, bis diese Herrschaften nachgewiesen haben, dass sie zu Hause Steuern bezahlt haben"."
...aber auf sowas wird man in der Realität lange warten können
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Zitat von Janus
Ich denke schon, dass eine linke Bundesregierung in Europa jeden Eindruck einer deutschen Hegemonie unbedingt unterbinden will.
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Eine rot/grüne Bundesregierung unter Steinbrück als linke Bundesregierung zu bezeichnen halte ich allerdings für sehr gewagt, wenn nicht sogar für utopisches Wunschdenken
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Zitat von Janus
Dazu gehören auch Forderungen in Richtung Staatssanierung. Auch persönlich schwebt bei einigen Damen und Herren der Opposition die Sehnsucht nach Wiedergutmachung für die Zeit vor 1945 wie ein Damoklesschwert über ihnen, sodass ich nicht von einer Politik der wirtschaftlichen Vernuft ausgehe.
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Hm, wen meinste denn da genau
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Zitat von Janus
Denn der Weg zurück nach 10 Jahren Super-Konsum durch den Euro und hohen Löhnen ist steinig für Griechenland, Portugal & Co und geht nicht ohne harte Anpassungen. Zwangläufig geht damit Arbeitslosigkeit, Rentenkürzungen und Sozialabbau einher. Da will man ausgerechnet als Sozialdemokratie doch nicht Bote des Schreckens sein.
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Allerdings wird sich jede Bundesregierung nun mal mit Realitäten auseinandersetzen müssen. Von der Oppositionsbank aus ist nun mal schon sehr vieles beklagt und eingefordert worden, was dann bei einem Wechsel in die Regierungsverantwortung ganz schnell vergessen worden ist...
Das Gespenst der Arbeitslosigkeit gerade in den schwachen europäischen Staaten ist nun mal nicht mit einem einfachen Patentrezept in den Griff zu kriegen. Auch nicht damit, dass man einfach Staatsschulden erlässt oder dringend nötige Staatssanierungen auf die möglichst lange Bank schiebt. Das werden auch SPD und Grünenpolitiker wissen. Das Problem kann auch nicht im Euroraum allein gelöst werden. Um die Arbeitslosigkeit in diesen Ländern eindämmen zu können bedarf es der Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt. Bei den augenblicklichen Hungerlöhnen im asiatischen Raum ist das nun mal nicht ganz einfach hier konkurrenzfähige Produktionsstätten zu etablieren. Aus ganz Europa eine Dienstleistungsgesellschaft zu machen, die sich selbst trägt scheint zumindest mir utopisch zu sein. Auf politischem Weg nicht europäische Produkte künstlich teuerer zu machen, ist nun mal auch keine Lösung mehr.
Nun ja, ich will nicht weiter rumschafeln... Jedenfalls gehe ich davon aus, dass sich in der Wirtschafts- und Außenpolitik auch nach der Wahl 2013 - egal wer da nun an die Hebel der Macht kommt - nicht großartig was ändern wird. Allerdings würde mir es reichen, wenn in den anderen Resorts deutlich andere Signale durch eine rot/grüne Bundesregierung erfolgen würden
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Zitat von Janus
Merkel/Schäuble werden im Wahljahr zwar auch leisere Töne von sich geben (und tun dies schon jetzt bereits), jedoch empfinde ich sie als weniger nachgiebig und "kleineres Übel".
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Merkel und Schäuble gehörten nach meinen Beobachtungen eigentlich nie zu denen, die Griechenland in eine Pleite treiben wollten. Die irrsinnigen Stimmen kamen aus der CSU und FDP-Ecke.
Weiß jetzt nicht mehr wer es war, Fozzi oder Nacki - egal - jedenfalls hat einer der beiden vor kurzem auf die extrem niedrigen Zinsen, die durch die sogenannten Pleitestaaten verursacht wurden hingewiesen. Das allein zeigt auf, dass es für Staaten denen es nicht so schlecht geht -z.B. Deutschland - augenblicklich leicht ist Kredite zu bedienen. Nicht unwesentlich. Staatssschuldenabbau wird dardurch leichter und Neuverschuldungen nicht so teuer. Das Interesse daran den Euroraum möglichst lanfe unter diesem Zinsstatus zusammenzuhalten dürfte somit nicht gerade klein sein. Lässt man Griechenland über die Klinge springen, könnte das der Anfang vom Ende werden. Leichter wird es ohne den Euro für ein Exportland wie Deutschland sicher nicht werden. Selbst wenn die eigene Währung dann stabil ist. Das Zinsniveau würde wieder steigen und die "Kundschaft" aus dem dann ehemaligen Euroraum mit dann wohl "Schrottwährungen" könnten sich deutsche Produkte nicht mehr leisten. Da könnte fatale Folgen haben.