@Richard: Der Stellenwert von Schiedsrichtern scheint mir beim DTTB nicht all zu hoch angesiedelt zu sein. Verwaltet und für den Ligenbetrieb eingeteilt werden SR von den einzelnen Verbänden aus. Dort sind mMn auch sehr engagierte Leute anzutreffen, die sich ehrenamtlich mächtig viel Arbeit machen.
Die aus meiner Sicht begrüßenswerte Initiative zu einem einheitlichen Handeln der SR/OSR muss allerdings maßgeblich vom DTTB ausgehen, damit in den einzelnen verbänden dementsprechend geschult werden kann. Das scheint mir augenblicklich noch nicht wirklich gegeben zu sein.
Schade eigentlich.
Ich meine jedenfalls, dass es 'ne Menge engagierter und aufnahmefähiger SR gibt, die sich in vielen Fällen über eindeutigere Handlungsanweisungen freuen würden.
Auch das leidige Thema Schlägerkontrolle könnte aus meiner Sicht besser und eindeutiger geschult werden. Ein einheitliches und anerkanntes Verfahren zur Überprüfung von NA und Anti-Belägen ohne teure Messgeräte zu etablieren sollte auch kein Ding der Unmöglichkeit sein.
Heute hat ein OSR in der OL/RL allerdings schon das Problem einen NI-Belag ordentlich und protestsicher zu überprüfen. Mittels der meist nur zur Verfügung stehenden Netzlehre einen Belag für zu dick zu befinden ist nun mal problematisch. Ein nicht geeichtes Gerät, dass keine Angaben in mindestens nötigen 10tel mm machen kann. Was schreibt ein OSR denn dann in den notwendigen Bericht? Mittels Netzlehre der Firma "XYZ" festgestellt, dass der Belag zu dick ist. Der Spieler lacht sich dann schlapp und und beruft sich erst mal auf RL/OL-Ordnung E 5.6.2 ...
"Alle Mannschaftskämpfe sind mit dem Erreichen des notwendigen Siegpunktes beendet.
Ein Spiel, das mit einem nach A 4.8 der Internationalen Tischtennisregeln beanstandeten Schläger bestritten wurde, darf bis zu einer Entscheidung der zuständigen Instanzen für das Gesamtergebnis des Mann-schaftskampfes und damit zur Ermittlung des Siegpunktes nicht gewertet werden."
... und spielt damit erst mal fröhlich weiter.
Da es so natürlich im Nachhinein nicht feststellbar ist wie dick der Belag zum besagten Zeitpunkt wirklich war, bleibt nun mal nix anderes übrig, als dem Protest stattzugeben
Wer nicht mindestens ein Belagslupe hat, sollte selbst einen eindeutig zu dicken Belag besser erst gar nicht beanstanden.
Ein Trauerspiel...