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Zitat von Lucius
Wer soll die Unternehmen kaufen, aus denen das ganz überwiegende Vermögen der Superreichen besteht? Die Chinesen?
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Der Volker hatte keinen Kauf vorgeschlagen - ging sowieso um Barvermögen, das auf irgendwelchen Konten unbenutzt rumschlummert
Ohne Humor könnt' man halt so manchen Scheiß gar nicht ertragen...
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Zitat von Lucius
Aber wenn das so funktioniert, dann sollten doch v.a. mal die Griechen diesen grandiosen Vorschlag annehmen, bevor sie von Europa Hilfszahlungen verlangen.
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Das sowieso - aber die schaffen es ja noch nicht mal fällige Steuern einzutreiben
Aber mal Spaß beiseite...
Egal was getan wird - selbst die Enteignung von "unnötigem" (Wer braucht schon wirklich Milliarden auf dem Konto?) Barvermögen - ohne eine realistische Perspektive alle Menschen möglichst dauerhaft in anständig bezahlte Arbeit zu kriegen, wird alles Geld wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein verpuffen.
...und machen wir uns nix vor. Dazu braucht es nun mal auch eine Vielzahl an Massenarbeitsplätzen für all die nun mal vorhandenen Menschen mit eher geringem Bildungsnivieau und entsprechen schlechten Arbeitsmarktaussichten wegen geringen oder gar nicht vorhandenen Qualifikationen- die nun mal nicht wegzudiskutieren sind. Dies einst vorhandenen Arbeitsplätze brechen allerdings immer weiter voranschreitenr weg da sie in Ländern mit Billiglohnniveau ausgelagert werden.
Müssig da einen Schuldigen zu suchen und zu finden. Und zwecklos. Besser ist es da möglichst unaufgeregt auf den Fakt zu reagieren. Ziel kann es eigentlich nur sein, dazu beizutregen, dass sich der Lebensstandard und das Lohnniveau in den Billiglohnländern dem unseren angleicht. Dass das realistisch berachtet nicht in kurzer Zeit zu erreichen ist, sondern - wenn überhaupt - wohl eher viele Jahrzehnte dauern wird, sollte jedem klar sein.
Dass der Wahnsinn, dass einige weinige Menschen wahnsinnig hohe Privatvermögen anhäufen können aufhören muss, sollte auch jedem klar sein. Dieses Geld fehlt schließlich an irgendeiner anderen Stelle. Das diese Vermögen dadurch "verdient" werden, dass bloße Finanzjonglierereien dazu ausreichen, macht es noch schlimmer.
Das einzige was dem good old europe bis dahin bleibt, ist, eine echte Bildungsoffensive zu starten. Die ist allerdings nicht zum Nulltarif zu haben. Nur eine so breit gefächerte (Aus)Bildung ist kurz und mittelfristig dazu in der Lage möglichst vielen Menschen eine Perspektive zu bieten. Das gerade im reichen Deutschland der erreichte Bildungsstandard immer noch zum Großteil von der familiären Herkunft abhängt, halte ich persönlich für beschämend. Solange sich daran nix ändert, bleibt es absehbar, dass ein Großteil der Menschen auf dem Arbeitsmarkt mehr oder weniger chancenlos bleibt und im Laufe ihres Lebens oft auf Unterstützung angewiesen sein wird. Das augenblickliche Geplänkel der unterschiedlichen Ergebnisse bei den sogenannten Lernstandserhebungen in den unterschiedlichen Bundesländern macht es auch nicht besser. Scheiß Förderalismus - sag ich in dem Zusammenhang. Das was damit betrieben wird ist Augenwischerei. Es mag den einen oder anderen Bundeslandangehörigen den Bauch pinseln, wenn sie und ihre Kinder sich durch die Ergebnisse der Lernstanserhebungen in den "guten" Bundesländern wähnen. Eine Lösung der Probleme, die uns früher oder später allen zusammen um die Ohren fliegen werden, bringen diese Lernstandserhebungen, ohne das darauf auch entsprechend reagiert wird, nun mal nicht mit sich.
Ich habe von noch keinem (Bundes)Politiker gehört, dass er durch die unterschiedlichen Ergebnisse dieser Lernstandserhebungen die Problemzonen erkannt hat, denen es nun mit dem dazu nötigen finanziellen Einsatz zu helfen gilt. Da zeigt man dann lieber gegenseitig mit dem Finger auf sich - ganz wie man es eigentlich nur kleinen vom Leben noch nichts wissenden Kindern nachsagt - und überhäuft sich gegenseitig mit Vorwürfen. Tolle Wurst...
Ich gehe mal davon aus, dass hier einige selbst Kinder haben. Ich hoffe auch mal, dass es allen recht gut geht. Denjenigen, die meinen Erguss gelesen haben, wird das Geschriebene aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gänzlich unsinnig erscheinen. Selbst wird wohl jeder einzelne von uns bemüht sein seinen Kindern aus den oben genannten Gründen eine möglichst fundierte Ausbildung zu bieten. Der eine oder andere mag es sich sogar leisten können, seine Kinder mal für ein-zwei Jahre ins Ausland zu schicken, damit sie sich dort möglichst fundierte Sprachkenntnisse - meist wohl die englische Sprache - aneignen können. Selbst wird man evtl. fürs Altwerden vorgesorgt haben. Für die Kinder hat man auch gesorgt. Die eigenen verbleibenden Jahre wird man hoffentlich in Ruhe, Frieden und Wohlstand verbringen dürfen. Für die Kinder hat man durch einen möglichst hohen Bildungsstandard so gut es ging gesorgt. Nur dass leider ein erheblicher Teil der Mitmenschen diese Möglichkeit verwehrt bleibt ist nun mal nicht wegzudiskutieren. Müssig über Schuld und eigenes Versagen dieser Menschen zu senieren. Diese Menschen haben auch Kinder - nicht selten sogar mehr als man selbst. Einem großen Teil dieser Kinder bleibt der Weg zu einer fundierten Bildung augenblick durch verfehlte Bildungspolitik leider verschloßen. Wozu das dann letztendlich führt, dürfte eigentlich klar sein. Die wenigen gut ausgebildeten Kinder müssen in Zukunft viel Geld dafür aufbringen, dass die chancenlosen Kinder von heute später ein zumindest einigermaßen menschenwürdiges Leben führen können. Und da kann man nur hoffen, dass das in Zukunft überhaupt noch zu finanzieren ist. Wenn nicht, dürfte jedem klar sein wohin das ansonsten führt. Mord und Totschlag...