Einzelnen Beitrag anzeigen
  #61  
Alt 22.11.2012, 18:24
Rudi Endres Rudi Endres ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion *
 
Registriert seit: 06.01.2001
Beiträge: 6.045
Rudi Endres ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Rudi Endres ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Rudi Endres ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Rudi Endres ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Rudi Endres ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)Rudi Endres ist auf dem Weg zur Identifikationsfigur ;-) (Renommeepunkte mindestens +500)
AW: Wenn ich ITTF-Präsident wäre, dann würde ich...

Zitat:
Zitat von Obachecka Beitrag anzeigen
Das ist die Lösung!

In Zukunft nur noch Show-Wettkämpfe austragen; dann wird's auch "ansehnlich"....
Bereits 1997 schrieb Michel Gadal: „Wenn Tischtennis auf hohem Niveau gespielt wird, ist es generell sehr spektakulär. Ich sage absichtlich „generell“, weil ich in unserer Disziplin einen Aspekt sehe, der ein Handikap in der Qualität der Darbietung zeigt. Ich meine damit die Entwicklung von Materialien, die dem Spieler das Erkennen des Spin unmöglich und den Zuschauern die damit verbundenen Fehler unverständlich machen (sie erwarten von den Spitzenspielern ein bißchen mehr als „dumme“ Fehler).
Wie mir scheint wäre ein Herstellungsstopp neuer Materialien der erste nötige Schritt, wonach man dazu übergehen kann, die genehmigte Anzahl solcher Materialien zu beschränken.
…………. Die Veränderungen, die nach dem Zulassen professioneller Athleten wie den NBA Basketballspielern zuwege kamen, zeigen deutlich, dass Sport heute eine Ware wie jede andere geworden ist, die sich durch ihr selbstgeschaffenes Image und durch die Show, die sie zu bieten hat, selbst fördern muss.
………Das Image unserer Sportart bleibt beschränkt auf das des allen zugänglichen Freizeitsports. Dieses aus offensichtlichen ökonomischen Gründen durchaus erhaltenswerte Image ist nicht attraktiv genug im Kampf gegen die Konkurrenz.
…. Wenn wir uns mit Showmanship und dem Anlocken eines breiten Publikums befassen, müssen wir als erstes das anzubietende Produkt definieren und uns sicher sein, dass es auch die Grundeigenschaften eines Showprodukts besitzt. Diese sind:
- es macht Spaß beim Zuschauen
- es kann leicht verstanden werden
- es ist lebhaft (keine Spielpausen)
-es ruft Enthusiasmus hervor (die Spannung ist mit dem Resultat und den vollbrachten Leistungen verbunden)
…………. Wir müssen uns ganz einfach zwischen Veranstaltungen entscheiden, die als Shows mit Eintrittspreisen und umfassender Berichterstattung der Medien präsentiert werden und denjenigen Veranstaltungen, die mehr in den internen Bereich des Tischtennis gehören.
………….Ein Faktor ist die Fähigkeit des Publikums, sich selbst einzuschätzen, wenn die eigenen und die Leistungen der Spitzenspieler verglichen werden. Obwohl dies ein wichtiger Faktor ist, bleibt dies ein schwacher Punkt unseres Sports. Es ist sehr leicht, die Aufschlaggeschwindigkeit von Pete Sampras mit der eigenen zu vergleichen, weil man sie unmittelbar demonstriert sieht. Auch die nötige physische Kraft, um solch einen Aufschlag zustande zu bringen, ist den Zuschauern offensichtlich.
………….. Im Gegensatz dazu ist es beim Tischtennis praktisch unmöglich, von seinem Sitz aus, oder sogar noch weniger vor dem Fernseher, die Geschwindigkeit von Saives Topspin oder die Menge des Spins bei Waldners Aufschlag zu beurteilen. Da der physische Kraftaufwand nicht immer äußerlich bemerkbar ist, haben die Zuschauer zusätzlich Schwierigkeiten zwischen ihrem Tischtennisspiel und dem der Spitzenspieler objektiv zu unterscheiden.
Es liegt auf der Hand, dass wir große Anstrengungen machen müssen, um Tischtennis verständlicher zu machen, indem die Spielleistungen so viel wie möglich erklärt werden.“
__________________
Wenn Realität und Weltbild kollidieren, gewinnt meistens das Weltbild.
Mit Zitat antworten