Thema: vorhandflip
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Alt 23.03.2001, 16:50
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Bow Bow ist offline
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Bow ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Das leigt wahrscheinlich daran, daß der Flip wirklich einer der schwersten und minimalistischsten Schläge ist. Aber ich wills versuchen, wobei eine Bebilderung viel mehr bringt. Meine Beschreibungen dienen dem VH-Flip, der RH Flip ist ähnlich, wird aber auch nicht so oft gebraucht.

Beinarbeit:
Wenn ein kurzer Aufschlag, der geflippt werden kann, erkannt wird, wird aus der Ausgangsstellung (beim Rechtshänder) mit dem rechten Bein ein Schritt nach vorne gemacht, (normalerw. bis unter die Platte, je nach Reichweite) der Flip ausgeführt und sofort wieder in die Ausgangsstellung zurückgegangen. Das ist deshalb sehr wichtig, damit man nicht in der Rückwärtsbewegung vom Rückschlag eingeholt wird, denn das ist nicht besonders gut.
Der vordere Fuß sollte dabei in der Flucht ungefähr unter der Schlaghand sein. Das Gewicht wird auch während des Flips auf diesen vorderen Fuß verlagert.

Grundzüge:
Der Flip läßt sich mit einem Minitopspin über der Platte vergleichen. Die grundsätzliche Bewegung ist wohl die Aufwärtsbewegung des etwa 90° zur Tischplatte stehenden Schlägerblattes aus dem Handgelenk (wie eine "Wischbewegung"). Bei der Aufwärtsbewegung wird das Schlägerblatt je nach können und Feeling geschlossen. Wichtig: nicht mit einem größeren Winkel an den Ball gehen, da es sonst so eine Art Heber wird und daher auch oft drüberfliegt. Vor allem am Anfang sollte man nicht zu hart an den Ball gehen, sondern wirklich leicht. Der hat ja auch nur etwas mehr als die halbe Platte zu fliegen. Herauskommen sollte hierbei eine durch leichten bis mittleren Überschnitt und Schwerkraft gebogene Flugkurve des Balles.

Dieser Grundzug in Verbindung mit der Beinarbeit kann erst einmal geübt werden. Wichtig ist es, den Flip auf jeden Fall lang zu platzieren, am Besten die letzten 5-10 cm des Tisches. Ob Longline oder Cross oder in die Mitte auf den Körper, kann später mit der Platzierung geübt werden. Diese Grundsätzliche Durchführung sollte aber erstmal immer nur auf eine Platzierung gespielt werden, um sich an die Länge des Schlages zu gewöhnen und auch einen Rückschlag zu bekommen, den man dann ja auch wieder zurücksp. muß, was für viele ein Problem ist, die nicht schnell genug wieder von der Platte weg sind.

In der Technikerweiterung wird die Handgelenksbewegung schneller ausgeführt und das Schlägerblatt entsprechend stärker geschlossen. Um einen kräftigeren Schlag durchzuführen, wird über der Tischplatte schon zum Flip ausgeholt und dabei waagerecht über der Platte der Schläger zum Ball hingeführt um dann den Flip mit mehr Tempo spielen zu können. Das ist allerdings Trainingsintensiv und nicht leicht (finde ich).

Es gibt noch die zweite Variante, den "Konterflip". Dabei wird der Flip auch aus dem Handgelenk wie ein Konterschlag geschlagen, d.h. der Schläger während der Bew. auch weniger geschlossen. Das findet Anwendung bei zu hohen kurzen Aufschlägen oder entsprechenden Rückschlägen mit keinem oder wenig Unterschnitt. Diese kann mit oben erwähnter Technik des Ausholens über der Platte bis zum berühmten Flipschuß gehen, der so Spektakulär im Fernsehen zu sehen ist (und auch oft drüberfliegt).

Um den Flip zu lernen, sollte der Trainingspartner einfach kurze Aufschläge mit nicht soviel Unterschnitt mit ausgemachter Platzierung (VH oder RH) machen, der Flippende spielt in die ausgemachte RH und der Trainingspartner spielt Konter, danach freies Spiel, nur zum Beispiel.
Am Anfang wichtig, Platzierungen ausmachen um sich auf die Technik genau konzentrieren zu können, erst später variieren.

Man lernt auch viel, wenn man sich gute Flips im Fernsehen oder bei Spielen anschauen kann.


So, hab mir Mühe gegeben. Üben, üben, üben...
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