|
AW: Herren Kreisliga Höxter/Warburg 2012/2013
Heute in der Zeitung!!!!
Bedrohung: Spiel
abgebrochen
Eklat in der Tischtennis-Kreisliga
Von Sylvia Rasche
B r a k e l / B ü h n e (WB). In
der Tischtennis-Herren-Kreisliga
ist das Verfolgerduell an der
Tabellenspitze zwischen der
DJK Adler Brakel II und dem 1.
FC Bühne abgebrochen worden.
Eine Spruchausschusssitzung
könnte folgen.
Staffelleiter Michael Nolte (TTV
Warburg) wartet allerdings noch
auf den Original-Spielbericht und
will sich erst nach Prüfung aller
Unterlagen zu seinem weiteren
Vorgehen äußern.
In Brakel hatten sich die zweite
Mannschaft der DJK Adler und der
Tabellenzweite FC Bühne gegenübergestanden.
Im Laufe der zweiten
Einzelrunde soll ein Bühner
Spieler den Brakeler Zählschiedsrichter
bedroht haben.
Zur Erklärung: In allen Tischtennisklassen
unterhalb
der Oberliga
wird grundsätzlich
ohne offiziellen
Schiedsrichter gespielt.
Die Zählgeräte
an den Tischen bedienen
die Mannschaftskollegen,
die
gerade selber nicht
im Einsatz sind. In
diesem Fall saß ein
Brakeler Akteur am
Zählgerät.
Der Bühner Spieler
soll im Laufe der Partie begonnen
haben, mit sich und seinem Gegenspieler
zu hadern und sich
unsportlich zu verhalten, indem er
Bälle absichtlich auf den Gegenspieler
oder am Tisch vorbei platziert
haben soll. Der Zähl-Schiedsrichter
soll ihn ermahnt haben,
dieses zu unterlassen und sich
wieder dem Spiel zu widmen.
Daraufhin kam es offenbar zu
Beschimpfungen, Beleidigungen
und verbalen Drohungen gegenüber
dem »Zähler«. Vertreter beider
Vereine schildern die Vorgänge
übereinstimmend.
»Das Verhalten unseres Spielers
ist nicht zu entschuldigen und für
uns auch nicht zu dulden. Das ist
vereinsschädigend. Wir haben eine
Vorstandssitzung anberaumt
und auch den Spieler zu einem
Gespräch geladen«, erklärt Bühnes
Abteilungsleiter Wolfgang Klare,
der selbst Mitglied der ersten
Mannschaft ist und in Brakel vor
Ort war.
Nach dem Vorfall wurde die
Partie zunächst weitergeführt. Das
betreffende Einzel wurde den Brakelern
zugesprochen. »Unser Spieler,
der das Zählgerät bedient
hatte, stand allerdings auch 30
Minuten später noch sehr unter
dem Eindruck der Situation. Er
war nicht in der Lage weiterzuspielen
«, berichtet Hubertus Roland,
Mitglied der Brakeler Tischtennis-
Abteilungsleitung.
Beide Mannschaften hätten
dann beraten, was nun zu tun sei.
Brakel soll den Bühnern nach
Aussagen Klares vorgeschlagen
haben, den Spielbericht mit einem
Sieg für die DJK auszufüllen und
die Sache dann zu vergessen. Das
sei aber keine Option gewesen.
Bühne sei daraufhin zu den
noch ausstehenden letzten beiden
Einzeln nicht mehr angetreten.
Klare geht nun davon
aus, dass sein
Verein das Spiel am
»grünen Tisch« verlieren
wird und auch
eine Geldstrafe zahlen
muss. Persönliche
Spielsperren –
wie im Fußball üblich
– sind im Tischtennis
nach Auskunft
des Vorsitzenden des
Westdeutschen
Tischtennisverbandes
Michael Keil
zwar in der Satzung verankert,
kämen in der Praxis aber sehr
selten vor. »In den vergangenen
zehn Jahren hatten wir im Schnitt
etwa einen Fall pro Saison«, erklärt
Keil auf Anfrage. Überwiegend
habe es sich dabei um
betrügerische Vorfälle gehandelt
(Spielen unter falschem Namen,
Fälschen des Spielberichts etc.).
Die DJK Adler Brakel und der 1.
FC Bühne haben sich noch in der
Spielhalle darauf verständigt, ihre
jeweilige Sicht der Dinge dem
Staffelleiter schriftlich zusammenzufassen
und dieses nach eigenen
Angaben auch bereits getan.
Der Staffelleiter muss nun entscheiden,
wie und ob er die Partie
wertet und ob er den Kontrollausschuss
des WTTV anruft, der dann
ein Verfahren vor dem Kreisspruchausschuss
eröffnen kann.
|