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AW: TTR-Punkte
Mal ganz allgemein:
Mit der derzeit gültige Ergebsniswahrscheinlichkeitsformel/tabelle wird bei z.B. 50 Punkte Unterschied ein Gewinnerwartung von 68% für den stärkere Spieler angenommen, d.h. er sei deutlich stärker als der schwächere Spieler.
Das wäre an sich kein Problem, wenn nicht die Änderungskonstante TTR-Sprünge um 50 Punkte so einfach zulassen würde.
Wenn ich jetzt in ein Turnier 50 Punkte gewinne, muss ich danach alle Gegner gegen welche ich vorher 50-50 spielen müsste um meine Zahl zu halten nun auf einmal mit 68-32 besiegen um mein höhere Zahl zu halten und nicht wieder zurück zu fallen. Das ist unrealistisch und führt zum "Jojo-effekt".
Und während das Jojo-en sind Spieler mal über- und mal unterbewertet.
Und weil die TTR-Zahlen relativ nah zusammen liegen kommt es dann schnell zu Aufstellungsprobleme, weil sich der stärkere Spieler gerade unten und der Schwächere oben in seine Jojo-Bewegung befindet.
Die stets engere Normen zur Mannschaftsaufstellung (z.B. 35/50 Regel) verschärfen diese Problematik nur. Das wird so nie befriedigend funktionieren.
Das Verhältnis Ergebniserwartung/Änderungskonstante richtig zu bestimmen ist das Wichtigste im ganze Ratingsystem.
Ich habe übrigens viel Respekt für der Entwickler des ELO-Systems, Arpad Elo, der ein (für den Schachsport) sehr gutes Verhältnis gefunden hat. (weiss nicht wie lange er dafür gebraucht hat)
Weil es im TT-Sport kein Remis gibt, ist ein etwas anderes Verhältnis wohl passender. Das Aktuelle ist es jedenfalls nicht.
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