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Alt 19.12.2012, 09:37
TuxDerPinguin TuxDerPinguin ist offline
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AW: Neue TT-Bälle nach Olympia 2012

Ich habe das nicht abgeschrieben. Ich war in einer Arbeisgruppe mit dem Ziel Karmansche Wirbelstraßen durch einfache Aufbauten zu reduzieren. Bezogen vor allem auf Türme, aber auch auf Liftsäulen und Strommsten bei Lawinenabgängen. Was ich geschrieben habe ist das, was mir spontan eingefallen ist, als ich das Thema gelesen habe und war nicht sonderlich recherchiert. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich diesen Themenbereich kenne und auch ein wenig Ahnung davon habe.
@Kyuss: Die ungleiche Massenverteilung spielt natürlich auch eine Rolle. Das Inertialmoment ändert sich maßgeblich, dadurch auch das Spinverhalten und damit durch unter Anderem Magnus auch das Strömungsverhalten. Mehr Spin unterdrückt diese Wirbel natürlich, das größere Inertialmoment ermöglich größere Spins.
Aber auch abgeschliffene Kanten ändern das Strömungsverhalten signifikant, man benötigt keine Kanten dazu. Im Allgemeinen spricht man oft von einem Coandaeffekt, die Eigenschaft von Gasen entlang von Körpern zu strömen. Ein Flugzeugflügel hat auch kaum Kanten, trotzdem fliegt es (Wenn auch nicht aus dem Grund, warum viele denken, der Druckunterschied ist eine Folge, nicht der Grund). Gehen wir einmal von komplett linearem Strömungsverhalten aus. Die Luft verlässt also den Ball in genau der Tangente der Oberfläche. Dann macht eine winzige Erhebung auf der Oberfläche einen großen Unterschied. Man sieht also schnell, dass es eben doch eine Rolle spielt. Durch diese winzige Erhebung wird der Strömungsquerschnitt des Balles asymmetrisch (zumindest in den meisten Fällen) und damit die Wirbelstraße instabiler.
Das der Golfball damit nichts zu tun hat ist mir bewusst, wobei auch er diese Wirbel auf Grund seiner Oberfläche gut unterbindet.

Die Frage, worauf sich mein Post bezog war die, warum es besser sein könnte, diese Naht zu haben. Einmal ändert sich natürlich das Intertialmoment erheblich und damit die fähigkeit Spin zu erzeugen, das wurde aber bereits abschließen geklärt hier, hatte ich zumindest gedacht. Man darf aber auch nicht den von mir umrissenen Effekt des asymmetrischen Strömungsquerschnittes missachten.
" Über den Effekt des Flatterns durch fehlenden Spin ( Wirbel, Magnus...) gibt es hier schon ausführliche threads ( bei Noppen)."
Diese kenne ich nicht, da ich noch recht neu hier bin.
@ pingpongwizard: Das "Flattern" ist in vielen Fällen eben auf Grund der Wirbelstraße, der Ball erfährt periodische Kräfte, die zu einer Schwingung (Flattern) führen.

Grüße Tux
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