Nach "Tschick" und "In Plüschgewittern" einer der sicherlich letzten Romane von Wolfgang Herrndorf: "Sand".
Übrigens: Auch Herrndorfs Gehirntumor-Blog sehr unterhaltsam.
„Erschießen ist in 76 bis 92 Prozent der Fälle tödlich, bei Schüssen in den Kopf liegt die Quote noch etwas höher. Aber auch da überleben 3 bis 9 Prozent, und die haben dann Hirnschäden und sehen scheiße aus.
Erhängen fühlt sich schätzungsweise an, wie es aussieht. Man kann aus dem zwölften Stock springen und überleben. Man kann aus dem zwölften Stock springen und noch dreißig Minuten als blutiger Matsch auf dem Trottoir die Passanten erschrecken, und wenn man wochen- und monatelang durch das Labyrinth geirrt ist auf der Suche nach dem sicheren Ausgang, versteht man irgendwann, wie vollkommen vernünftige und zurechnungsfähige Menschen auf die Idee kommen, sich auf eine ICE-Trasse zu stellen im vollen Bewußtsein, einen Lokführer für den Rest seines Lebens zu traumatisieren.“
http://www.wolfgang-herrndorf.de/