Inner Game in der Praxis
http://www.youtube.com/watch?v=HzR8x5MgvDw
....stay focused ...bounce/hit. Auf TT übertragen mache ich es so. Ball genau beobachten auf den Stempel sehen...Rotation erkennen. Scheuklappen auf nur noch Tunnelblick...zwischen den Ballwechsel nur auf die tiefe Bauchatmung achten. Man darf sich durch nichts und niemanden aus der Konzentration bringen lassen man hat dafür auch gar keine Zeit wenn man sich die ganze Zeit auf auf diese 2 Sachen fokussiert. Wenn ich so richtig konzentriert bin hat mein Gegenüber auch keinen Kopf bzw. Gesicht....d.h ich schaue nur bis zur Schulterhöhe und blende das Gesicht aus. Da könnte dann theoretisch Timo Boll spielen und ich würde es nicht merken...Es ist nämlich völlig egal wer da steht, wie gut er ist oder welchen TTR-Wert er hat. Mein Ziel ist es so gut wie möglich zu spielen und
Spass am TT zu haben. Wenn man das schafft, dann kann es einem auch egal sein ob man gewinnt oder verliert.
Es gibt viele Spieler die während des ganzen Spiels am lamentieren sind wenn´s nicht läuft z.B. über Kantenbälle, Netzbälle, Zuschauer, eigenes Unvermögen, Material des Gegner etc. Bei guten Bällen wird sich aber regelmäßig gepuscht. Wenn man jedoch die Methoden des Inneren Spiels anwendet, hört man auf Bälle zu bewerten...gute wie schlechte.
Auch das sich selbst puschen fällt weg, was für die meisten TT-Spieler wohl undenkbar und völlig neu ist und dabei ganz und gar nicht der Chinesischen Schule entspricht (Stichwort Choa!) Denn sobald man anfängt positive Bälle zu bewerten hat dies im Umkehrschluss zur Folge das man auch negative Bälle oder einfachen Fehler bewertet. Das kann dazu führen das das Selbstwertgefühl sinkt.
Einige Spieler geraten dann in diese negative Gedankewelt hinein und fangen an sich mit einer möglichen Niederlage und deren Folgen bzw. Auswirkungen auf das Mannschaftsergebnis zu befassen. Schließlich verkrampfen Sie und es läuft gar nicht´s mehr. Bei mir lief es jedenfalls teilweise genau so ab. Insbesondere wenn man vor dem Spiel große Erwartungen an sich selbst hatte. Nachdem Motto...den und den muss ich schlagen. Zum Glück passiert dies aber selbst den Profis ...zu sehen bei Olympia 2012 Boll - Crisan bzw. Boll - Persson wo Boll einfach anfing zu verkrampfen mangels Selbstvertrauen.
Für mich war das im Lernprozess ein völlig neues Gefühl die Bälle nicht mehr zu bewerten und sich nicht mehr selbst zu puschen. Direkt nach lesen des Buches und deren konsequentes Anwendung im Training über 2 Wochen ca. 5-6 Trainigseinheiten habe ich jedenfalls zwei meiner besten Spiele in den letzten Jahren gemacht. 1. Gegner 189 Punkte besser Ex Oberliga-Spieler...Sieg mit 3:1 ...danach gleich im 2ten Einzel...ebenfalls gegen einen Ex-Oberliga Spieler gespielt...er 61 Punkte besser...2:3 verloren. Trotz der Matchbälle welche ich im 4.ten Satz hatte war ich nach der Niederlage extrem zufrieden...denn ich habe einfach gutes TT-gespielt.
...das ganze in Zahlen ausgedrückt sieht bei mir wie folgt aus:
vor lesen des Buches: von 57 Fünf-Satz-Games laut my-TT 22 Sp. gewonnen /35 Sp. verloren = 38,6 Prozent gewonnene 5-Satz-Games
danach... von 17. Fünf-Satz-Games 11 Sp. gewonnen / 6 Sp. verloren = 64.7% gewonnene 5-Satz Games.
Wer sich selbst als Trainingsweltmeister sieht, sollte mal einen Blick in das Buch hineinwerfen...schaden kann es sowieso nicht.