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AW: (Letzte) Oberliga-Sachsen-Saison 2012/13
so, hiermit erfülle ich den Wunsch auf Veröffentlichung aus Lengenfelder Sicht.
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Eine Mannschaft ist so stark wie das schwächste Mitglied - manchmal ist das eben der Autofahrer
Liebe Sportfreunde aus Dresden,
zu Eurem Beitrag zum Punktverlust gegen Lengenfeld in der Oberliga der Damen möchte und muss ich Euch antworten.
Für Lengenfeld freue ich mich für den Punktegewinn. Euer Missgeschick tut mir leid. Fehler passieren. So ist das Leben. Euren Beitrag finde ich unter aller Kanone.
Traurig finde ich, dass der Punktverlust allein auf Euer Konto geht und Ihr nicht die Größe habt, dafür einzustehen.
Jeder kann sich mal verfahren. Jeder kann so ungeschickt sein, einen völlig falschen Ort einzugeben (War denn von Euch Dresdner Frauen noch keiner in Lengenfeld?). Das passiert auch Männern. Ich bedaure auch, dass Ihr mehrmals anhalten musstet, weil nach Euren Angaben die Autoscheiben ständig beschlagen waren. Dafür kann aber Lengenfeld nichts.
Dann darf man aber nicht die Tatsachen verdrehen.
Die Lengenfelder empfinden es auch als respektlos, dass Ihr bei diesem schlechten Wetter erst um 08.00 Uhr losgefahren seid. Da nimmt man doch ein Zuspätkommen schon in Kauf - oder?
Jetzt zu Eurem Beitrag:
1.
Ihr habt Euch verfahren. Das stimmt. Aber das ist nicht die Frage.
Ihr seid zu spät gekommen. Nicht sieben Minuten, sondern 41 Minuten!
2.
Robert M. kann Euch am Telefon nicht sagen, dass Ihr gleich umkehren könnt, wenn Ihr zu spät kommt. Ihr habt ja am Telefon gesagt, dass Ihr pünktlich seid. Was soll also dieser Vorwurf?
3.
Sabine G. hat allein gesprochen und nicht die OSRin? Das stimmt nicht.
Sabine hat Euch in ihrer Funktion als Mannschaftsleiterin die Entscheidung der Mannschaft mitgeteilt - nämlich, dass Ihr nach den Regeln der WSO zu spät seid und damit das Spiel verloren habt. Auch die OSRin hat sich dann an der leider bis 11.20 Uhr andauernden Diskussion beteiligt.
4.
Ihr seid den Lengenfeldern entgegengekommen, als Ihr auf Eure Doppel verzichtet wolltet? Was ist denn das? Ihr hattet bereits verloren. Da kann man keinem mehr entgegenkommen.
5.
Zum Kommentar, dies wäre nicht die 1. Bundesliga sondern "nur" die Oberliga:
Wenn Du noch nicht weißt, dass die OL die vierthöchste Spielklasse bei den Frauen ist - dann läuft was falsch.
Warum wohl gibt es in dieser Klasse so hohe Geldstrafen für Verstöße?
Weil es eben keine Pille-Palle-Liga ist.
Warum wohl haben dieses Jahr soviel Vereine leistungsstärkere Spieler geholt? Weil dieses Jahr für jede Mannschaft enorm wichtig ist.
Da sollte jede Mannschaft sich auch wie ein Profi verhalten und alles besonders ernst nehmen - und Profis geben eigene Fehler zu und lernen damit zu leben.
Profis stellen sich nicht weinend und kreischend in die Halle und lenken vom eigenen Versagen ab. Profis lernen aus den eigenen Fehlern und machen es einfach beim nächsten Versuch besser.
Ja - es ist nur ein Hobby. Aber: Ihr habt Euch ein Hobby in einer Klasse ausgesucht, in der man auch bestimmte Regeln einhalten muss. Wer das nicht kann und will - der soll ein Buch lesen. Das kann man zuklappen, wenn man keine Lust mehr hat.
6.
Lengenfeld war nicht kompromissbereit?
Ja - das stimmt. Es gab hier einfach keine Verhandlungsgrundlage!!!
7.
Lengenfeld soll überlegen, ob es in dieser Liga richtig ist?
Lengenfeld braucht das nicht.
Wer dieses Jahr die Teilnahme an der OL als Hobby ansieht, d e r sollte darüber nachdenken.
8.
Zum Zeitungsartikel von Lengenfeld.
Hier gebe ich Dir Recht. Der Lengenfelder Sportler hat aus Versehen in die Zeitung geschrieben, dass Ihr krankheitsbedingt nicht angetreten seid.
Auch ich kann diese Schlamperei nicht akzeptieren. Eine Klarstellung in der Zeitung wäre von Lengenfeld hier mehr als angebracht.
Er hat einfach nicht nachgefragt. Ich vermute, er hat nicht angenommen, dass einer OL-Mannschaft aus Dresden-Mitte so ein dummer Fehler unterlaufen könnte. Nun, jetzt weiß er es besser.
Für diesen Fehler entschuldige ich mich bei Euch in seinem Namen.
Auch ich kann Fehler zugeben und stehe dazu. Bin halt ein Profi.
Jetzt noch etwas zu unseren Funktionären:
Als Robert M. bei einem Chemnitzer Funktionär telefonisch anfragte, ob es diese Regel überhaupt noch gibt, dass das Spiel verloren ist, wenn der Gast zu spät kommt, erhielt er die sinngemäß unschöne Antwort, er kenne ja die Vorschriften. Wenn aber Lengenfeld d a s machen würde, würde Lengenfeld keine Punktspielverlegung mehr bekommen.
H a l l o ? Wo sind wir denn nur hingeraten?
Hier wird mit Sanktionen gedroht für den Fall dass die Vorschriften eingehalten werden. Geht's noch?
Demnächst schaffen wir noch für unsympatische Spieler die Mittellinie ab.
Ich muss dazu noch Folgendes erklären:
Zur gleichen Zeit waren Vertreter einer dritten Oberliga-Damenmannschaft in der Halle - und die haben genau aufgepasst.
Ich möchte dem Chemnitzer Funktionär keine Aufforderung zum Betrug unterstellen. Ich möchte auch nicht den Lengenfelder Damen unterstellen, dass sie sich regelwidrig verhalten hätten, wären sie mit den Dresdnern allein gewesen.
Aber jeder sollte den ganzen Sachverhalt kennen und für sich jetzt die Frage selbst beantworten, wie er in dieser Situation gehandelt hätte.
Übrigens noch eins zur Geldstrafe:
Die Strafe fällt schon mit der ersten Verspätungsminute an und nicht mit der 31. Was soll denn da bitteschön ins Protokoll geschrieben werden?
Kein Verein hätte hier etwas riskiert. Seid bitte ehrlich und zieht nicht über den Verein her, der sich mutig gegen den Funktionär stellt und der sich an die Vorschriften hält.
Dies schreibt Euch eine Tischtennisspielerin, Verbandsschiedsrichterin, Mutter
Kathrin Gerber
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"Wir begießen den Gegner mit einem kräftigen Pils."
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