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AW: (Letzte) Oberliga-Sachsen-Saison 2012/13
Liebe Kathrin Gerber,
eigentlich wollte ich mich zum Geschehenen nicht äußern, aber leider liegen bei Dir zuviel Halbwissen und -informationen vor, dass man es so nicht stehen lassen kann.
Damit auch keine Irritationen entstehen, ich antworte nur als stellv. Vorsitzender des SV Dresden-Mitte 1950 und nicht als Verbandsfunktionär.
Zuerst einmal haben wir es ja nun alle verstanden, dass Ihr die Punkte am „grünen Tisch“ gewinnen wolltet und nicht im fairen Wettkampf. Dazu können wir Euch nur gratulieren. Rechtlich gibt es da nichts zu beanstanden. Jeder Leser und TT-Spieler kann sich dazu nun seine eigene Meinung bilden.
Der in der Halle anwesende dritte Oberligaverein mit sehr jungen Spielerinnen hatte sich dazu schon an dem Sonnabend ihre Meinung gebildet. „… das ist aber unsportlich“ wurde der anwesenden Trainerin von ihren Spielerinnen mitgeteilt. Das nur zu Deiner Bemerkung, dass der dritte Oberligaverein genau aufgepasst hat, wie sich Eure Mannschaft verhält.
Die eigentlichen Gründe für Eure Entscheidungen, verschweigst Du allerdings, vielleicht kennst Du sie auch nicht. Mir hat diese Euer Abteilungsleiter in einer E-Mail übermittelt.
1. Grund (sinngemäß): Dresden-Mitte hat in der vergangenen Saison in der Hinrunde auch einer Vorverlegung des PS um eine Stunde nicht zugestimmt.
2. Grund (sinngemäß): Der STTV-Leistungssportausschuss hat dem VfB Lengenfeld nicht mehr Talentsstützpunkt bestätigt, aber dafür einen Stützpunkt in Chemnitz mit zwei ehemaligen Trainern aus Lengenfeld bzw. die in Lengenfeld tätig werden sollten.
In dieser E-Mail schreibt er mir auch, dass er meinen Ärger verstehen kann. Das ist ja zumindest ein Anfang.
Nun aber zu den angeführten Gründen:
zu 1.) Eine Vorverlegung des PS am 08.10.2012 von 18.30 Uhr auf 17.30 Uhr war uns leider nicht möglich, da wir mit Spielbeginn 14.00 Uhr zwei Punktspiele in unserer Halle hatten.
Das kann man in TTLive im Archiv auch nachlesen. Mehr Punktspiele können in unserer Halle nicht stattfinden. Außerdem muss man in der OL eine Einspielzeit von mind. 60 min gewährleisten, was somit nicht möglich war. Das war also von uns kein böser Wille, sondern den Gegebenheiten geschuldet.
zu 2.) Dazu möchte ich nur soviel sagen, unsere Damen-Mannschaft dafür in Haftung zu nehmen, weil ein STTV-Gremium aufgrund fehlender Kaderspieler von Lengenfeld eine solche Entscheidung getroffen hat, ist einfach erbärmlich.
Auch in der Oberligaordnung kennst Du Dich leider nicht richtig aus.
Selbstverständlich hätte unser Verein aufgrund der Verspätung eine Strafe zahlen müssen und zwar 50,00 €. Auch hättet Ihr den richtigen Spielbeginn auf dem Spielformular vermerken können und müssen.
RLO 5.9: „Bei verspätetem Eintreffen einer Mannschaft bis zu 30 Minuten nach der festgesetzten Anfangszeit ist der Mannschaftskampf noch auszutragen. Danach kann der Mannschaftskampf noch stattfinden, wenn der Oberschiedsrichter und beide Mannschaften einverstanden sind. Die verspätet eintreffende Mannschaft ist mit einer Ordnungsgebühr
gem. Abschnitt F, Ziffer 4.19 (50,00 €) zu belegen.“
Bei guten Willen und absolut regelkonform hätte das Oberligapunktspiel also stattfinden können.
Bei der Strafgebühr ist nun nur der „kleine Unterschied“ von 325,00 € mehr, also 375,00 € durch uns zu zahlen.
Schön war es am Wochenende anzusehen, wie die Spielerinnen unserer beiden Vereine miteinander umgehen und harmonieren können, wenn die Vereinsfunktionäre es nicht beeinflussen. Linda Svadlenka und Alwine Scherber gewannen bei der LEM Damen miteinander Bronze im Damen-Doppel. Dazu herzlichen Glückwunsch.
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