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Die 3er-Teams werden schlicht nicht angenommen oder siehst Du das anders ?
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Hier im Forum ist das definitiv der Fall. Vielleicht bin ich auch einfach nur verwöhnt weil bei meinem Heimverein immer eine gut gefüllte Halle gegeben ist. Aber ich bilde mir ein, dass von denen die in die Halle kommen um das Spiel zu sehen, nicht allzu viele bemängeln das da nur 3 Leute spielen.
In dieser Saison sieht man zudem wie spannend Spiele sein können. Viele Mannschaften haben jetzt Spieler, die ähnliche bilanzen wie Timo Boll oder Wang Xi spielen können. Man ist zwar wirklich gezwungen einen Topspieler in der Mannschaft zu haben wenn unter den ersten 6 bleiben will, aber das halte ich für eine Profiliga die als die stärkste Europas betitelt wird nicht verwerflich. Das Beispiel Fußball wurde da ja auch schon angeführt.
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Mit größeren Mannschaften sinkt doch nicht die Qualität.
Es sinkt vielleicht die durchschnittliche Spielstärke der Akteure aber es steigt mit Sicherheit die Qualität und Attraktivität der Spiele als Ganzes.
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So wie ich dich verstehe, meinst du die Attraktivität für langjährige Tischtennisspieler. Höhere Spielstärke ist meiner Meinung nach geich höhere Qualität. Nicht umsonst wird mit Timo Boll wo es nur geht Werbung gemacht. Und viele kommen nur um ihn zu sehen. Egal ob er jetzt sicher gewinnt.
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Werden denn alle Spieler bedeutender durch die Verkleinerung der Mannschaft auf drei ? Mir gefallen Spielsysteme nicht, bei denen schon von vornherein klar ist, dass manche Teilnehmer unwichtiger sind.
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Das ist ein Manko, dass man aber durch Änderungen am Spielsystem (z.B. Wiedereinführung von Doppeln) mindern kann.
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Eine unter hochrangigen TT-Entscheidungsträgern weit verbreitete Art auf Kritik zu reagieren. Weder Qualität (ist ja nur ein Forum oder nur ein Kreistag ...) noch Quantität (ist ja nicht repräsentativ) können jemals ausreichend sein, geplante oder getroffene Entscheidungen der oberen Ebenen auch nur im entferntesten in Frage zu stellen
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Diese Ansicht ist aber eben auch nicht ohne Grund weit verbreitet. Die meisten, zu denen Zähle ich mich auch, kommen sich eben so vor, als ob Ihre Wünsche nicht berücksichtigt werden. Und es ist ein Fakt, dass sich zu 90% nur diejenigen äußern die unzufrieden mit er Situation sind.
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Diese Passage gebe ich direkt an Dich zurück. Lies sie Dir durch und überlege wieviel davon umgekehrt berücksichtigt wird.
Sind alle ach so wichtigen Entscheidungen der letzten Jahre aufgrund von klar beweisbaren Fakten getroffen worden ? Oder müssen nur die Kritiker Beweise liefern ?
Werden Einwände der Basis in irgendeiner Form ernst genommen und evtl. sogar berücksichtigt ?
Werden getroffene Entscheidungen, die sich als falsch oder auch nur als unwirksam erwiesen haben zurückgenommen / korrigiert ?
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wie gesagt, ich glaube nicht, dass durch 3er Mannschaften an sich, mehr Zuschauer kommen. Allerdings glaube ich sehr wohl, dass der Einfluss des Spielsystems von vielen überbewertet wird.
Mir geht es nur darum Entscheidungen die von den Verantwortlichen getroffen werden nicht direkt zu verurteilen. Irgendwas, so unverständlich es für die "Basis" auch sein mag, werden sich die entsprechenden Leute dabei schon gedacht haben. Eine gegenlautende Annahme ist da schon fast beleidigend.
Ob es notwendig ist unwirksame Maßnahmen rückgängig zu machen, hängt dazu von mehreren Faktoren ab. Eine davon ist mit Sicherheit die wirtschaftliche Planung der Vereine, die, was hier noch nie zur Sprache kam, alle im Entscheidungsgremium der Liga vertreten sind.
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Edit flüstert mir gerade noch zu, dass Du Dir ja selber widersprichst, weil ja eigentlich eine Ablehnung der Änderung des Spielsystems aufgrund de Gewohnheit normal wäre.
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Das gilt natürlich auch für die aktuelle Situation und die Erwägung einer Umstellung zurück zum klassischen System. Für mich ist aber klar, dass unser aktuelles Spielsystem noch nicht zur Gewohnheit geworden ist. Das ist gerade die dritte? Saison die nach CL Regularien gespielt wird und somit noch in der experimentellen Phase. Natürlich muss diese Phase bewertet werden und es kann durchaus sein, dass die Änderungen für kontraproduktiv befunden werden. Allerdings hat hier fast keiner einen Einblick in die Umstände die maßgeblich sind für eine solche Bewertung. Hier wird auf Basis der eigenen Meinung und nicht klar beweisbarer Zusammenhänge diskutiert.
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Nehmen wir doch die Zuschauerzahlen direkt vor und direkt nach der Umstellung.
Oder schauen wir uns die Zuschauerzahlen über einen längeren Zeitraum an und betrachten, ob die Entwicklung durch das 3er System beschleunigt wurde.
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Den Einfluss auf den Trend anhand solcher Beobachtungen einzuschätzen ist nur schwer möglich. Trends verlaufen nunmal nicht linear schön gleichmäßig. Sind die Zuschauerränge nur halb gefüllt nach mehreren Jahren leicht abnehmender Zuschauerzahlen, so steigert sich der Negativtrend wahrscheinlich vollkommen unabhängig vom Spielsystem. Wer will schon in einer halb leeren Halle sitzen.
Die Zuschauerzahlen können von vielen Faktoren abhängen. Sei es der Abstieg einer Mannschaft mit vielen Zuschauern, einer "langweiligen" Mannschaft oder eben die Umstellung auf 3er Mannschaften.
Jedes System bietet durch seine Eigenheiten die Möglichkeit dazu diesem Trend entgegen zu wirken. Im Falle der 3er Mannschaften z.B. durch die Verpflichtung eines besonders publikumwirksamen Topspielers, dadurch dass die Kosten mit 3 Spielern etwas geringer ausfallen als mit vier Spielern. Das Budget der Mannschaften wird sich kaum verändern, also bleibt nur die Möglichkeit das vorhandene Geld anders zu verteilen.
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Hast du eigentlich oft das Gefühl, daß dir auf der Autobahn Hunderte von Falschfahrern entgegenkommen?
Bei derart 'aristokratischer' bis überheblicher Sichtweise braucht sich niemand darüber zu wundern (macht wohl auch keiner), daß sich die verkrusteten Strukturen in der "1. Liga" nicht lösen.
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Überheblich ist es doch viel eher andere Leute die den ganzen Tag für eine funktionierende Liga arbeiten zu diskreditieren.
Vom verkrustet sein ist die 1. Liga so weit entfernt wie es nur geht. So viele verschiedene Ansätze, ob jetzt zu viele sei mal dahingestellt, in einem solch kurzen Zeitraum sprechen doch dafür das man neue Sachen ausprobiert.
Ich will dich, Rainer Murks, nicht persönlich angreifen, aber dein Einwand klingt für mich eher nach einer Stammtischparole.