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Alt 15.02.2013, 14:34
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AW: Die große TTBL-Spielsystem Umfrage zum Spielsystem (3er TTBL-System vs 4er Paarkr

Zitat:
Fussball habe ich aber als Gegenbesipiel angeführt, weil man dort eben auch als Team auftreten kann wenn man keinen Topstar in den eigenen Reihen hat.
Einige Seiten vorher wurde schon einmal darauf eingegangen, dass in fast allen Fällen ein Aufsteiger einen Großteil des Kaders umstellen muss, um Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.

Zitat:
Auch wenn die Spieler eine hohe Qualität haben kann das Match uninteressant sein, z.B. dann wenn die Unterschiede zu groß sind. Dann führt hohe individuelle Qualität nicht unbedingt zu höherer Qualität der Spiele und schon gar nicht zu spannenden Spielen. Wettrüsten einiger Weniger empfinde ich dann nicht als positive Entwicklung, wenn im Gegnzug keiner mehr dort mitspielen will.
Da stimme ich dir zu was den ersten Punkt angeht. Das es zum Wettrüsten kommt, liegt aber auch an dem enormen Unterschied der Spielstärke der zweiten Liga zur ersten. Es wird interessant zu sehen, wie sich das übernächstes Jahr entwickelt, wenn es potentielle Aufsteiger aus der neuen 4er Liga gibt.

Und um nochmal ganz kurz auf den "Topspieler" zu sprechen zu kommen:
Auch ein ausgeglichenes Team kann seine Stärken ausspielen, bestes Beispiel dafür Saarbrücken in der letzten Saison. Selbst ohne eigentlichen Topmann. Durch das gekreuzte System muss schließlich der Einser "nur" gegen Zweier gewinnen und wenn die Mannschaften so kalkulieren, dass der absolute ÜBerflieger den Sieg klar machen soll, fehlt es oft dann auch auf der 3er Position, die ja eigentlich nicht so wichtig ist, an einem verlässlichen Mann (Beispiel Fulda). Dieser hat die Möglichkeit das Spiel in die "Verlängerung" zu bringen, also den zweiten Punkt des Topspielers zu negieren.

Zitat:
Das ist vor allem ein Manko, welches es in 4er-Paarkreuzsystemen nicht gibt. Auch das DTTB-System mit evtl. einem Doppel am Ende erhöht nicht die Wichtigkeit des dritten Spielers, weil zwei sehr gute mit einem Kreisklassenspieler zusammen 3:1 gewinnen.
Ich war auch mit dem DTTB System nicht so zufrieden. Aber es bieten sich ja auch andere Systeme an, wie z.B. das Olympia System.

Zitat:
Für eine fundierte Kritik erwartest Du Beweise um nicht spekulativ zu argumentieren, bei Entscheidungen reicht es hingegen anzunehmen, dass die Zuständigen sich wohl irgendetwas dabei gedacht haben ?
Es wurde einiges ausprobiert. Ob diese Entscheidungen gut waren oder nicht, sie wurden mit einem höheren Informationsgehalt getroffen als er uns zur Verfügung steht. Und ja, ich erwarte begründete Kritik und nicht frustriertes Aufbegehren. Das gilt ebenso für Entscheidungen der Verantwortlichen.
Wenn jemand eure (sachlichen) Einwände einfach abtut, dann würde ich das auch nicht gutheißen. Das sich kein Verantwortlicher an der Diskussion beteiligt heißt aber nicht, dass dies der Fall ist.

Ein Experiment hat per Definition ein unsicheres Ergebnis. Wer weiß, vielleicht findet man ja einen Kompromiss, der die meisten Bedürfnisse zufrieden stellt. Aber einfach wieder zurück zum Ursprung zu gehen und ein langsames Dahinsiechen hinzunehmen anstelle etwas zu riskieren, ist auch keine Lösung. Auch mit dem 4er System hat sich Tischtennis nicht wirklich etabliert.

Zitat:
Wieviel von dem, was man sich wohl so gedacht hat, um die mediale Präsenz des TT zu steigern, hat denn funktioniert ?
Man hat gemerkt, dass die mediale Aufmerksamkeit nicht auf dem bisherigen Weg zu erreichen ist. Soll man es also dabei belassen, oder etwas neues probieren? Der TTBL Stream, so fehlerhaft er teilweise noch sein mag, ist doch schonmal ein großer Schritt nach vorne. Wichtig vor allem: Man kann etwas erst vermarkten, wenn es auch vorhanden ist. Große Fernsehsender dazu zu bringen, Spiele aufzuzeichnen, wird niemals funktionieren bei einer Randsportart im Profibereich. Mit eigenen Bildern hat man vielleicht eher die Möglichkeit diese auch in anderen Medien unterzubringen. Auch mit dem wirtschaftlichen Gewinngedanken. So sehr dieser hier auch verurteilt wird, so ist eine Ligaorganisation in erster Linie immer noch ein Unternehmen, dass sich rentieren muss um sich weiter zu entwickeln.

Zitat:
Könnte es sein, dass die Zweifler, die blinden Aktionismus abgelehnt haben, sondern ihrerseits klare Argumente für Änderungen fordern, Recht hatten ? Und evtl. auch hinsichtlich der Akzeptanz von 3er-Teams Recht haben (könnten)?
Das könnte sein. Was man sich durch die Änderungen erhofft hat, wurde publiziert. Das einige Sachen nicht so gelaufen sind wie erhofft, hatte aber nicht immer etwas mit den Änderungen an sich, sondern mit einer eher amateurhaften Durchführung zu tun (z.B. Partnerschaft mit Contenthouse). Ich unterstelle einer selbstständigen Bundesliga da mehr Kompetenzen als dem DTTB. Diese hat es nicht so nötig in blinden Aktionismus zu verfallen, was eine aprupter Rückkehr zum 4er System übrigens in gewisser Weise auch wäre.
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