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Zitat von Scuzzle
Ich frage mich wo da der Unterschied zu früheren Systemen liegen soll.
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Früher gab es keine ligenübergreifenden Aufstellungskriterien. Heute hat nur die TTBL einen Sonderstatus. Früher hat man keine Turnierergebnisse - ob nun internationale oder nationale - mit in die Aufstellungskriterien einfließen lassen.
Letzters ist zumindest in meinen Augen ein wesentlicher Unterschied zum heutigen System.
Grundsätzlich bezweifle ich, dass ein Algorithmus besser ist als der menschliche (Sach)Verstand. Die Peaks nach oben und unten vermeidet er sicherlich, weil derbe menschliche Fehler nicht mehr vorkommen können.
Wenn es in der TTBL für mehr sportliche Spannung genutzt werden kann, die Aufstellung einer Mannschaft frei entscheiden zu können, sollte das aus meiner Sicht auch jeder anderen Klasse zugestanden werden.
Da man mit Sperrvermerken die Q-TTR-Zwangsläufigkeiten eh aushebeln und mit ein paar legalen Tricksereien auch die 35 Punkte-Reglung z.T. bis auf die 50 Punkte Grenze ausdehnen kann, sollte es auch erlaubt sein den dann noch übrig bleibenden Sinn hinter der Q-TTR-Bindung hinterfragen zu dürfen.
Ich halte es gerade in den Hobbyklassen auf Kreisebene für fragwürdig gut funktionierende Mannschaften auseinanderreißen bzw mit Sperrvermerken agieren zu müssen, weil die Q-TTR-Toleranzen das vorschreiben.
Außerdem halte ich keinen Verein für so dämlich, dass er völlig vom Leistungsniveau seiner Spieler unberücksichtigt aufstellt. Da geht es evtl mal um die eine oder andere Tackiererei um ein Paarkreuz rauf oder runter, die nicht mal aufgehen muss. Im Grunde aber nix, was man nicht auch mit Sperrvermerken hinkriegt.
Die Q-TTR-Bindung suggeriert nun, dass nun alles vollkommen im Sinne der in der WO geforderten Spielstärkenreihenfolge abläuft. Ich bezweifle das.
Ohne wenn und aber erleichtert der Q-TTR es jedem Staffelleiter seine Arbeit machen zu können. Keiner kann mehr Willkür schreien - ob nun zu recht oder zu unrecht. Das ist für mich unterm Strich das wirklich Positive am Q-TTR. Alles andere ist eine statistische Spielerei mit einem eher fragwürdigen Mehrwert.