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AW: Hölzer: Neue Butterfly-Hölzer April 2013
Ein weiterer Aspekt ist neben der Qualität der Produkte auch die Frage, welche Geschäfts- oder - eine Ebene höher gedacht - Wirtschaftsmodell ich mit meinem Kauf fördern möchte. Ich arbeite nicht für Butterfly, aber ich weiss in etwa wie japanische Unternehmen dieser (mittleren) Grössenordnung funktionieren. Hier "Wucher" oder "Gier" zu unterstellen geht meiner Erfahrung nach ganz an der Realität vorbei. Solche Betriebe sind idR. sehr konservativ geführt. Häufig Familienbeziehung in der Geschäftsführung, starke regionale Verwurzelung, geringe Risikobereitschaft und recht solides Finanzmanagement.
Natürlich darf mir als Verbraucher egal sein, kann ich mich nach dem geringsten Preis für die höchste Qualität umsehen. So funktioniert der Markt.
Aber - wenn hier schon mit Begriffen wie "Moral" argumentiert wird - wisst ihr, was sich in einer chinesischen Belagfabrik abspielt? Wieviel ein chinesischer Laminatbauer verdient? Wie mit Ressourcen (Bäumen) umgegangen wird? Wie mit chemischen Abfällen? Ich glaube da würdem so manchen China-Material-Spieler schlecht werden...
Ja, das Material wird gemessen an den Löhnen in Deutschland teurer. Aber ich spiele lieber Qualität und weiss, das mein Kauf dem japanischen Holzbauer, Entwickler, Verkäufer bei Butterfly, Nittaku und Yasaka einen angemessenen Lohn sichert mit dem er seinen Kindern abends das Essen auf den Tisch stellen kann. Dafür zahle ich gern mehr, auch wenn es manchmal weh tut.
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