Zitat:
Zitat von Ravenna
Dass Topspinspieler es wegen der höheren Bewegungserfordernis mit zunehmendem Alter sowieso schwerer haben als Konter-/Blockspieler, ist ziemlich klar. Und wenn es stimmt, dass heute (wegen des größeren Balls) mehr Blockbälle zurückkommen, dann ist die Athletik (des Tospinspielers) wirklich wichtiger geworden, ergo wirkt sich eine schlechtere Athletik (z.B. durch fortschreitendes Alter) stärker aus als früher.
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Wie passt man sich den Anforderungen außer durch mehr Athletik an? Durch Variation! Gerade als Topspinspieler. Wenn es früher gelangt hat mit dem selben Tempo mehrmals über die Lieblingsseite, z.B. diagonal, zu ziehen, erfordert es heute mehr an Spinvariation, Tempowechsel und Variablen Platzierungen. D.h. die Spieler müssen kompletter werden, gute VH + RH, unterschiedliche technische Ausführungen diagonal/ parallel und kurz/ lang. Da stellt sich dann die Frage für etablierte Spieler neben dem Trainingsumfang, inwiefern sie neue Techniken lernen, sich also technisch und taktisch verändern (können bzw. wollen). Wer das nicht macht und nur den "alten Stiefel" mit viel Training kompensieren möchte, wird auch nur bedingt Erfolg haben. Insofern sind variabel ausgebildete, eher jüngere, Spieler perspektivisch bevorteilt. Das kann man gut oder schlecht finden. Problematisch wäre m.E. Auch, würde sich eine Sportart nicht weiterentwickeln. Ich bin übrigens durch meinen "alten Stiefel" auch tendenziell benachteiligt. Aber lernwillig, mit begrenztem Erfolg (mangels Training).