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Zitat von Günter
Da wurde ich zwischenzeitlich aufgeklärt. Hier gibt es keine Nominierungen/Freistellungen durch den Verband, nur Qualifikation.
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Es gibt auf jeder Ebene immer sogenannte Härteplätze. Wer auch immer dir erzählt hat, dass es keine Freistellungen gibt, sollte dazu mal Stellung nehmen. Wie die vergeben werden, dass kann ein Verband (oder auf welcher Ebene man sich eben befindet) frei entscheiden. Und wenn man dir gesagt hat, dass es prinzipiell nicht geht, dann wurde diese Entscheidung eben bereits vorher getroffen.
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Zitat von Günter
Es wäre doch denkbar, Kaderspieler/innen von den Punktspielen freizustellen. Ich glaube, in China ist das so. Das würde gleich eine ganze Anzahl freier Wochenenden schaffen.
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Ich denke, dass die Erfahrungen im Erwachsenenspielbetrieb sehr wichtig sind. Einerseits wird er dort i.d.R. gefordert, d.h. er sieht auch den Grund für sein tägliches Training (dazu gehört ständiger Vergleich/Wettkampf) andererseits ist es für einen Schüler besonders wichtig TT auch als Mannschaftssport zu begreifen. Nicht das es für seinen sportliche Karriere das wichtigste wäre (hier ist er eher Einzelkämpfer), aber gerade für die soziale Entwicklung ist es wichtig. Im Schülerbereich war er sicher eher "der Star" in einer Herrenmannschaft muss er sich aber integrieren. Wenn die Erwachsenen dies gut können, dann ist dieser Erfahrungsschatz für seine soziale Kompetenz sehr wichtig. Da Kaderathleten sowieso "normales" Sozialverhalten weniger gut lernen können (Zeit mit Freunden gibt es eben viel weniger), sollte man nicht diese Erfahrung unterbewerten und nur als verschwendete Zeit abtun.
Natürlich funktioniert das nur, wenn der Erwachsenenspielbetrieb auch damit richtig umgehen kann.
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Zitat von Bernd Beringer
... Aber dass beides geht und dass man gerade auch im und mit dem Sport ganz großartige soziale und kulturelle Erfahrungen machen kann, die andere nie erleben werden (wer kommt schon als 14-Jähriger z.B. drei Wochen lang nach China?)...
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Die Zeit besteht zu mehr als 90% aus Training in einer chinesischen Halle und Regeneration. Wer da von großartigen sozialen und kuturellen Erfahrungen spricht verkennt die Realität.
Diese Lehrgänge haben nur ein Ziel: Andere Trainingsmethoden und die Einstellung asiatiascher Athleten kennenlernen. Dazu sollen Erfahrungen mit chinesischen Trainingspartnern gesammelt werden. Ich vermute nicht, dass irgendwo auch soziale und kulturelle Ziele geplant sind. Natürlich bleiben noch 5% Freiraum. Hier kann man die großartigen Erfahrungen sammeln.
Überspitz formuliert würde ich vermuten, dass die Spieler nach so einem Lehrgang unter dem Begriff "chinesische Mauer" wohl eher einen chinesischen Abwehrspieler verstehen.