Zitat:
Zitat von Klember
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In der Regel ist es ja so, daß man meist in der Meisterschaft nur in seinem "Ökosystem" spielt und einen hohen Prozentsatz seiner Gegner kennt.
Vielleicht geht es mal eine Liga rauf oder runter, aber (Ausnahme Jugendspieler, die deutlich besser werden) großartige Änderungen gibt es ja sonst eher selten.
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Gruß
Klember
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Das ist schon richtig. Sollte dann aber nicht ein System, das die Aufstellungen
innerhalb dieses Ökosystems regeln soll, sich genau auf dieses Ökosystem konzentrieren und nicht irgendwelche für dieses System nicht relevanten Ergebnisse berücksichtigen?
Ich glaube eines der Hauptprobleme ist immer noch, dass sich Tischtennis mal entscheiden sollte, ob es sich eher als Mannschaftssport oder eher als Einzelsport versteht. Beides in einem Messsystem ist einfach nicht wirklich günstig.
Ich höre seit der Einführung schon relativ häufig Aussagen in meinem Umfeld, die in die Richtung "ich muss Punkte abbauen (und mach das in Wettbewerben, die meine Mannschaft nicht gefährden)" oder auch in Richtung "ich spiele Turniere um meine Position innerhalb meines Vereins zu verbessern". Das ist sicherlich kein riesiger Prozentsatz, warum das aber ohne Not in Kauf genommen werden soll erschließt sich mir nicht.
Denn es gäbe ja noch die Option nur Liga-TTR für Ligaaufstellungen, nur Turnier-TTR für Turniere und die Kombination aus beiden für eine unglaublich wichtige weltweite Leistungsrangliste. Dieser kombinierte TTR könnte dann auch die Einsortierung bei Neuzugängen regeln, sollte es da strittige Situationen ergeben.
Ein anderer wichtiger Punkt, der für mich gegen die TTRs sprechen ist die Intransparenz der Berechnung für normale Spieler (ohne Computerzugang). Sport wird attraktiv wenn Regeln einfach und transparent sind - auch wenn diese nicht immer "gerecht" sind. Siehe Fussball, dort lebt der Sport nicht unwesentlich von taktischen Aufstellungen, taktischem Verhalten etc etc. Alles was bei TT als Mannschaftssport gekappt ist - aber das ist eine andere Debatte, ich weiß.