Hallo Freunde,
es gibt ein Thema, das den Leistungssportgedanken im deutschen Tischtennis bis ins Mark erschüttert und das hier trotzdem bisher nur sehr stiefmütterlich diskutiert wurde: die neue Ausländerregelung des DTTB und seiner Verbände. Sie besagt, daß pro Verein nur 1 Nicht-EU-Ausländer eine Spielberechtigung erhalten soll, aber auch nur dann, wenn der Verein für den "Ausländer" eine Aufenthaltsgenehmigung vorlegt. Und die bekommt er im Regelfall nur dann, wenn der Spieler mindestens DM 3.000.- plus Sozialleistungen im Monat verdient.
So viel bekommt natürlich nahezu keiner von der 2. Bundesliga an abwärts.
Wenn das Ganze konsequent durchgeführt würde, würde nahezu kein "Ausländer" aus den osteuropäischen Ländern in unseren oberen Ligen spielen können. Die würden dann so schwach, daß man wahrlich von einem "auf einen Schlag" drastisch gesunkenen Niveau im deutschen Tischtennissport reden könnte.
Im Gästebuch des Bayerischen Tischtennisverbandes (
www.bttv.de) tobt eine teils emotionale, teils sachliche Diskussion zu diesem Thema. Hier kann man auch die Argumente nachlesen - allerdings nur welche gegen diesen Beschluß, der viele leistungsbereite und -fähige Vereine und deren Talentförderung ins Chaos stürzen könnte. Schaut mal rein, es lohnt sich, und sagt Eure Meinung dazu, nachdem sich die Funktionäre des BTTV bisher in totales Stillschweigen hüllen.
Ich habe eine Art "Solidargemeinschaft der Vereine" angeregt, Paul Link j. und Thomas Wetzel schlagen einen "runden Tisch" oder eine "Task force" (wie im Fußball) vor. Gerüchten zufolge sollen bisher etwa 50(!) Vereine gegen diesen Beschluß klagen - das wäre eine echte Revolution im deutschen Sport!
Der "runde Tisch" könnte ja hier stattfinden. Auf geht's, Jungs und Mädels, sagt Eure Meinung: Fördert man mit solchen Beschlüssen Deutschlands größte Tischtennistalente?