Zitat von reuetav
Hallo zusammen,
dann will ich mich auch einmal zu Wort melden, da ich einerseits bei der Aufstiegsrunde dabei war, andererseits auch eine Meinung habe zur Reform und letztlich auch hier über mich gesprochen wurde.
Zur Relegationsrunde:
Auch wenn vorher quasi schon feststand, dass drei den Aufstieg würden feiern können, waren wir zwar guter Dinge, eine gewisse Skepsis aber blieb. Als sich dann herausstellte, dass zwar Smirnov entgegen der eigenen Ankündigungen auf der Ronsdorfer Homepage doch mit an Bord war, dafür aber Jens ausfiel, waren die Chancen natürlich ungleich größer, zumindest Ronsdorf hinter sich zu lassen. So kam es dann auch: Bei gleichwertigen Teams kann man den Ausfall einfach nicht kompensieren. Ich sehe es allerdings auch so wie Noppenzar, dass es wahrscheinlich an diesem WE auch mit einem fitten Jens die Ronsdorfer getroffen hätte, da er sicherlich einen schweren Stand gehabt hätte, da die anderen Spieler in der Mitte in Topform aufliefen. Unsere Mannschaft hat sich ohne Ausnahme in bester Verfassung präsentiert und da möchte ich das Coachduo (Uwe Witte und Frank Kasiske) und unsere Fans mit einschließen. Dass alle ohne Ausnahme am Saisonhöhepunkt voll da sind, war schon beachtenswert und ist nicht an der Tagesordnung. Andererseits kann man es auch so sehen, dass man sich an seinen Gegnern steigert, was uns für die nächste Saison hoffen lässt, auch in der Regionalliga mithalten zu können.
Meiner Meinung stand die Relegationsrunde trotz des Druckes, der auf allen lastete, auf sehr hohem Niveau. Chapeau!
Zur Reform: Generell bin ich der Ansicht, dass es einen gut organisierten Profibereich geben muss, der als sportliches Vorbild für die Jugend dienen kann, die vielleicht auch einmal so gut spielen können wollen. Ohne Profis wird es noch weniger Jugendliche geben, die Tischtennis spielen lernen wollen. Dass dies aber die Konsequenz haben muss, den gesamten Spielbetrieb an der Bundesliga auszurichten, will mir nicht einleuchten. Die Strukturreform wird sicherlich nicht dazu beitragen, den Übergang zur DTTL zu erleichtern, was ja das ausgewiesene Ziel ist. Die Rechnung ist ganz einfach: Habe ich genug Geld, kann ich dort spielen, ansonsten ist es entweder Hampelei, ein Harakiriunterfangen oder ein kurzes Gastspiel. Es gibt in Deutschland leider nur eine Handvoll Klubs, die dauerhaft Bundesliga betreiben können. Das wird keine Strukturreform beheben können. Der einzige Weg, dies zu ändern, führt über das Fernsehen, das von sich aus sagen muss, "wir "hypen" jetzt einmal Tischtennis", nachdem wir Tennis und Biathlon bzw. Skispringen populär gemacht haben. Unterhalb der 2.LIga bin ich dafür, alles so regional wie möglich zu halten, allerdings ist es jetzt auch kein Beinbruch vier Spiele im Frankfurter Raum auszutragen, so ist man halt den ganzen Tag unterwegs, statt wie ansonsten fast den ganzen.
Zu mir selbst:
Schön, dass sich hier so viele Leute Gedanken um meine sportliche Zukunft machen: Bernd und Christian kennen sich halt gut aus in der TT-Szene und glänzen stets mit fundierten Beiträgen. Andere hingegen haben wenig Ahnung, was am übermäßigen Genuss von Gottschalks Gummibärchen liegen mag.
Markus hat häufig sehr eigene Ansichten, die man kontrovers diskutieren kann, aber immerhin kann man sie diskutieren: Sehr daneben ist allerdings, wenn er sachlich Falsches verbreitet: "Ansonsten geizt man in Hamm ja nicht mit Sperrvermerken zu seinen Gunsten." Wenn ich ihn dann dezent mit Angabe der TTR-Werte darauf hinweise, dass seine Aussage komplett an der Realität vorbeigeht, hat er nicht einmal den Anstand, zurückzurudern. Aber vielleicht kommt ja noch etwas.
Martin Vatheuer
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